Gedenkstätte
Gedenkstätte
Gedenkstätte

Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“

Museum Viadrina

Wir bieten an:

  • Selbstständige Besichtigungen
  • Führungen durch die Ausstellung
  • Filme zu Themengebieten der Gedenkstätte
  • Sonderausstellungen

 

Zusätzliche Angebote für Schüler, Lehrer und Fachgruppen über die Gedenkstättenlehrerin:

  • Selbsterkundungen in Kleingruppen mit  bzw. ohne Arbeitsaufträge
  • Facharbeitsbetreuung
  • Begleitung von Schulprojekten
  • Projektarbeit zu thematischen Schwerpunkten der historischen Perioden:

+ Deutschland 1933-1945
+ Deutschland 1945-1950
+ Deutschland 1949-1989

 

Schülerprojektwerkstatt:

  • Projektarbeitsraum
  • Handbibliothek
  • Video- und Filmmaterial

 

Gedenkstättenlehrerin Frau Elke Bohn
Tel.: 0335 / 68 027 12 oder 0172 / 32 95 239
E-Mail: gedenkstaette@museum-viadrina.de

 

Holocaust-Gedenktag

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages laden wir Sie am 28. Januar 2018 in die Gedenkstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ in Frankfurt (Oder) ein.

Zwischen 10 und 21:30 Uhr zeigen wir Claude Lanzmanns Meisterwerk der Filmdokumentation „Shoah“. Lanzmann verbrachte elf Jahre damit, Menschen ausfindig zu machen, sie zum Reden zu bringen, ihnen Fragen zu stellen. Er spricht mit den wenigen Überlebenden der NS-Vernichtungslager, mit Zeitzeugen in Polen, auch mit an der Massenmordaktion Beteiligten aus Deutschland, er besucht die Schauplätze der Shoah in den 1970er Jahren. Ohne eine einzige Leiche zu zeigen, gelingt es ihm durch seine Zeitzeugenbefragungen, ein an Eindringlichkeit kaum zu übertreffendes Bild von der Ermordung der europäischen Juden im Nationalsozialismus zu zeichnen.

Die Filmvorführung wird von mehreren Pausen unterbrochen, für einen koscheren Imbiss ist gesorgt. Es ist möglich, sich die Dokumentation nur ausschnittsweise anzusehen.

Um 15:30 Uhr wird in der Gedenkstätte eine Fotoausstellung mit Bildern über Auschwitz von der Frankfurter Fotografin Karin Zilske eröffnet.

 

Programm:

10:00 Eröffnung, Filmbeginn

12:30-13:15 Mittagspause, koscheres Buffet

13:15-15:30 Film

15:30-16:15 Ausstellungseröffnung, Kaffeepause

16:15-18:30 Film

18:30-19:15 Abendessen

19:15-21:30 Film, Abspann

Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“ und der Volkshochschule Frankfurt (Oder) statt. Sie wird gefördert von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

 

 

Ausstellungseröffnung

70 Jahre „Jahr der Heimkehr“ – 20 Jahre Ausstellung „Willkommen in der Heimat“ in Frankfurt (Oder)

Rückblick und Perspektiven auf ein europäisches Ausstellungsthema

 

21. Oktober bis 13. Januar 2019

Ausstellungseröffnung um 11 Uhr

Die Sonderausstellung erinnert an ein Thema, das für das Land Brandenburg und ganz Deutschland von einschneidender Bedeutung war, aber auch die Geschichte gleich mehrerer europäischer Länder berührt. Gemeint ist das „Jahr der Heimkehr“ 1948, für das die endgültige Rückkehr sämtlicher deutscher Kriegsgefangener verkündet worden war und in dem das Land Brandenburg neben vielen anderen die gewaltige Aufgabe zu bewältigen hatte, die Rückkehr Hunderttausender zu organisieren. Der Stadt Frankfurt (Oder) kam dabei eine Schlüsselrolle zu, wurde doch der weit überwiegende Teil der in der Sowjetunion gefangenen Soldaten und Zivilisten – über 1,8 Millionen – hier in die Freiheit entlassen und betrat in der Oderstadt nach Jahren äußerster Entbehrungen zum ersten Mal wieder deutschen Boden.

Die Sonderausstellung ergänzt die weiterhin bestehende Dauerausstellung, - zieht rückschauend Bilanz – und zeigt Perspektiven, wie der Themenkomplex Heimat, Heimkehr, Heimatverlust einerseits und Krieg, Kriegsgefangenschaft, Deportation andererseits zukünftig in einem europäischen Kontext präsentiert werden soll. (Kuratoren: Tschäpe; Dr. Schieck)

Sonntagsöffnungszeiten in Kooperation mit der BStU

18. März

11 bis 17 Uhr  Ausstellung und Zellenöffnung

15 Uhr  Vortrag: "Im goldenen Käfig". DDR-Anwälte in der Ära Honecker

Dr. Christian Booß, BStU

10. Juni

11 bis 17 Uhr  Ausstellung und Zellenöffnung

15 Uhr Vortrag: "MfS Untersuchungshaft. Funktionen und Entwicklungen von 1971 bis 1989"

Dr. Katrin Passens, Berliner Mauergedenkstätte

 

02. September
 
11 bis 17 Uhr Ausstellung und Zellenöffnung 
15 Uhr Lesung Jochen Stern, Autor "Die ewige Morgenröte: Das Leben ist kein Spiel"
 
Auch in seinem 2. Teil befasst sich Jochen Stern vorwiegend mit dem Schicksal vieler Jugendlicher in Frankfurt (Oder), der damaligen Sowjetzone, zwischen 1945 und 1948. Jugendliche, die nach Freiheit und Demokratie strebten, sich damit aber der Macht der sich langsam aufbauenden SED entziehen wollten, wurden verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis nach Potsdam verschleppt. Dort waren sie der Willkür in Form von Folter oder Demütigungen ausgesetzt und wurden so gezwungen, Schuld einzugestehen.
Er verarbeitete eigene Erlebnisse, die sich mit dem Schicksal vieler Altersgenossen in der Stadt Frankfurt (Oder) kreuzen.
 
Zum Autor:

Jochen Stern, aufgewachsen in Frankfurt (Oder), wurde 1947 verhaftet und war fast sieben Jahre Häftling in Bautzen. Er ist seit 1957 frei-schaffender Schauspieler für Bühne und Film. Bekannt wurde er vor allem durch die TV-Kultserie „Ein Herz und eine Seele“ als Koslowski.

 

 

11. November
 
11 bis 17 Uhr Ausstellung und Zellenöffnung
15 Uhr Lesung Falk Bersch , Autor "Aberkannt! Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR""
 

Die Verfolgung von Jehovas Zeugen in Deutschland begann 1933 und endete in der DDR – mit einer kurzen Unterbrechung nach dem Zweiten Weltkrieg – 1990. Im Nationalsozialismus wurde der Religionsgemeinschaft vorgeworfen, jüdisch-kommunistische Ziele zu verfolgen, das SED-Regime bezeichnete sie als „faschistische Organisation“. Mindestens 500 Zeugen Jehovas sind in irgendeiner Form unter beiden Diktaturen diskriminiert oder verfolgt worden. 325 davon waren sowohl unter dem NS-Regime als auch in der DDR in Haft. Das vorliegende Buch gibt Einblicke in die Verfolgungsgeschichte im Land Brandenburg und erzählt die Biografien von 13 Frauen und Männern, die nach ihrer Entlassung aus dem Konzentrationslager Ravensbrück erneut Opfer von Verfolgung wurden.