Wechselausstellungen / Veranstaltungen  -  Übersicht 2009

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bis 4. Januar 2009

 

 

Weihnachtsmann – Hängefigur

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
 

»… zur sinnigen Schmückung des Christbaumes«
Weihnachtsbaumschmuck gestern und heute
Museum Viadrina, Junkerhaus

»Beginnen wir mit dem Mittelpunkt des Weihnachtstisches, dem alten lieben Tannenbaum, dessen strahlende Kerzen Freude bei den Jungen, freudig-wehmüthige Erinnerungen bei den Alten wecken.«
(Berliner Modenblatt. Wochenausgabe vom 22. Dezember 1879, S. 287).

Dieses Zitat gilt auch heute noch. Der geschmückte Tannenbaum bildet in der Weihnachtszeit »das« Festrequisit und kann immer noch als das Hauptsymbol des zeitgenössischen Weihnachtsfestes betrachtet werden. Das Aufstellen eines geschmückten Weihnachtsbaumes geht keinesfalls, wie vielfach vermutet wird, auf »heidnisch-germanische« Zeiten zurück. Erst seit den 1870er Jahren (in einigen Regionen sogar erst nach dem Ersten Weltkrieg) begannen breite Bevölkerungsschichten einen Baum zu Weihnachten festlich zu schmücken. Der dekorierte Baum entwickelte sich zum Symbol des weihnachtlichen Bescherfestes für Kinder. Die Exposition zeigt den historischen Wandel der unterschiedlichen Schmuckformen, wobei der zeitliche Schwerpunkt im 20. Jahrhundert liegt. Baumschmuck vom »Baumfuß« bis zur Krone hergestellt in verschiedenen Techniken aus verschiedenen Materialien wie Papier, Glas und Textil wird gezeigt. Die Exponate stammen aus den Beständen des Museums Viadrina, dem Deutschen Weihnachtsmuseum (Rothenburg/Tauber) sowie den Staatlichen Museen zu Berlin (Museum Europäischer Kulturen).
(So. Mi.)

   
   

15. Januar 2009
Ausstellungseröffnung um 16 Uhr

 

Sabbatmahl in Berlin, Oktober 1995

 

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
 

Juden in Deutschland heute
Eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland, Bonn / Ausstellungsdauer: 15. 01. bis 15. 03. 2009
Museum Viadrina, Junkerhaus

Die Ausstellung »Juden in Deutschland heute« entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main. Veranstalter ist das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit Edward Serotta. Mehrere Jahre reiste der amerikanische Fotograf Edward Serotta durch Deutschland. Zwischen 1989 und 1995 fotografierte er Menschen u. a. in Gemeindezentren, Synagogen, Wohnheimen und Ferienlagern für Jugendliche und begleitete ausgewanderte Juden bei Besuchen in ihrer ehemaligen deutschen Heimat. Seine Fotografien zeigen die ambivalente Beziehung zwischen Juden und Deutschen auf und vermitteln ein einfühlsames Porträt jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Deutschland der 1990er Jahre. Edward Serotta vollendet mit dieser Ausstellung seine fotografische Trilogie über Juden in Europa. Seine Arbeiten »Jüdisches Leben in Europa« und »Überleben in Sarajewo« wurden in mehr als 45 Orten in 12 Ländern gezeigt. (Haus der Geschichte, Bonn)

Festvortrag zur Ausstellungseröffnung: Dr. Hermann Simon
Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

   

 

5. und 6. März 2009
Im Rahmen des Internationalen Bach-Symposiums Frankfurt (Oder) –
Wrocław, das anlässlich der
»Musikfesttage an der Oder« von
5. – 8. März 2009 stattfindet, ist der
Kurfürstensaal des Junkerhauses an
zwei Tagen Veranstaltungsort.

 

 

Bundfreies Clavichord, 1748

 

 

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
 

5. März 2009
15.00 Uhr
Grußworte / Musikalische Eröffnung des Bach-Symposiums:
C. P. E. Bach (1714 – 1788), Gique aus Suite e-Moll, Wq 62, 12
Hans Stein, Fantasie (Monogramm) für Orgel nach einem
Thema von B. Gesius
Einführung in die Thematik des Symposiums:
Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg,

16.10 Uhr
Clavichord-Recital auf dem restaurierten Clavichord von 1748
aus der Reka-Sammlung historischer Musikinstrumente des
Museums Viadrina
Solist: Armin Thalheim – Orgel / Clavichord

Eintritt: 8,00 Euro / erm. 6,00 Euro

6. März 2009
8.30 – 17 Uhr Symposium
»Kultur- und Musiktransfer im 18. Jahrhundert
– Das Beispiel C. Ph. E. Bach in musikkultureller
Vernetzung Polen – Deutschland – Frankreich«


Carl Philipp Emanuel Bach, zweitgeborener Sohn Johann Sebastian Bachs, zählte zu den überragenden Komponisten des 18. Jahrhunderts. Seine Musik wurde europaweit geschätzt und aufgeführt. Wie Bachsche Musikalien zuverlässig an den Ort ihrer Bestimmung gelangten, welche Werke repertoirebildend waren, auf welchen Überlieferungswegen seine Musikhandschriften und Drucke auf uns gekommen sind, untersucht mit dem Blick auf die C. Ph. E. Bach-Rezeption und -Überlieferung in Frankreich, Polen und Deutschland ein Internationales Symposium, an dem zahlreiche renommierte Musikforscher, wie Maria Zduniak (Wrocław), Marc Vignal (Paris) und Christoph Wolff (Boston, Leipzig) teilnehmen.

Gefördert durch: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Land Brandenburg / Wohnbau Frankfurt.

   
 

2. April 2009
Ausstellungseröffnung um 18 Uhr

 

Spitzkännchen, frühe Eisenzeit 7./6. Jh. v. Chr., Frankfurt (Oder)

 

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Von der Eiszeit bis zur Stadtgründung – Spurensuche im Oderland
Ausstellungsdauer: 2. 04. bis 21. 06. 2009
Museum Viadrina, Junkerhaus

Das Oderland – eine Landschaft, deren Antlitz durch die Gletscher der Eiszeit und die ihren Rückzug begleitenden Erscheinungen geprägt wurde. Aber auch die Menschen haben – seit sie sesshaft wurden – das Landschaftsbild nachhaltig mitbestimmt. Jahrtausende sind über das Land gegangen, seit dem es nach dem Abklingen des Eiszeitalters für die menschliche Besiedlung frei wurde. Jäger, Sammler und Fischer der Alt- und Mittelsteinzeit, die ersten Bauern der Jungsteinzeit, Bauern und Handwerker der Bronze und frühen Eisenzeit, Germanen, Slawen, zuletzt die Deutschen wechselten einander ab. Sie haben hier gelebt, gearbeitet, ihre Feste gefeiert, ihre Toten begraben. Sichtbare Denkmale gibt es wenig. Spuren der Vergangenheit ruhen jedoch in der Erde.
Bei den Exponaten handelt es sich – bis auf wenige Ausnahmen – um Originalfunde aus der Sammlung des Museums Viadrina.
(V. K.)

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17. Mai 2009

 

Bild vergr.

 

 

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Internationaler Museumstag

Unter dem Motto »Museen und Tourismus« (Museums and Toursim) begehen die Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Sonntag, 17. Mai 2009, den 32. Internationalen Museumstag. Das Ereignis steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Bundesrates, des Ministerpräsidenten des Saarlandes, Peter Müller. (ICOM Deutschland)

Im Junkerhaus finden zwei Sonderführungen um 14 und um 16 Uhr statt. Ausgehend vom diesjährigen Motto „Museen und Tourismus“ werden ausgewählte Objekte aus dem Bestand des Museums, die sonst im Magazin „schlummern“ zum Thema „Reisen, Souvenirs und Andenken“ vorgestellt.

Aus diesem Anlass eröffnen wir bei schönem Wetter im Innenhof und bei schlechtem Wetter im Kurfürstensaal des Junkerhauses erstmalig ein Museumscafé.
Dort können sich unsere Besucher in der Zeit zwischen 13 und 16 Uhr verwöhnen lassen. Das Café wird vom Internationalen Bund (IB) betreut.
(So. Mi.)

freier Eintritt

   
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10. Juli 2009
Eine Ausstellung zur Schlacht bei Kunersdorf in zwei Teilen vom
Kleist-Museum, Museum Viadrina
und Stadtarchiv

 

 

 

 

Friedrich der Große läuft Gefahr bey Franckfurt … gefangen zu werden, 1759

 

 

 

 

»Mirakel des Hauses Brandenburg«
Ausstellungseröffnung um 18.00 Uhr /
Ausstellungsdauer: 10. 07. bis 1. 11. 2009,
Museum Viadrina, Junkerhaus

2009 jährt sich zum 250. Mal die Schlacht bei Kunersdorf, die den Preußen vor den Toren Frankfurts eine empfindliche Niederlage bescherte und beinahe das Schicksal Preußens besiegelt hätte.
Diese Schlacht war Teil des Siebenjährigen Krieges 1756 – 1763 (3. Schlesischer Krieg), in dem Preußen und Österreich mit ihren jeweiligen Verbündeten um Schlesien und die Vormacht im Reich kämpften. Das kleine Frankfurter Kämmereidorf Kunersdorf rückte im August 1759 für einen Moment ins Blickfeld eines europäischen Konfliktes. Während eine Tabakdose dem preußischen König Friedrich II. das Leben rettete, verloren mehr als 35.000 Soldaten auf beiden Seiten ihr Leben, wurden verwundet oder gerieten in Gefangenschaft. Schlaglichtartig wird in der Ausstellung die Region um Frankfurt in der Mitte des 18. Jahrhunderts vorgestellt. Anschließend werden die Ereignisse, die unmittelbar mit dem Kriegsgeschehen im Zusammenhang standen, ihre Auswirkungen auf Stadt und Land wie auch die Erinnerungen an diese Schlacht verdeutlicht.
(M. Sch.; R-R. T.)

»Mein Herz ist wund, doch darf ich’s nicht bekennen ...«
Ausstellungseröffnung um 19.30 Uhr
Ewald Christian von Kleist. 1715 – 1759
Ausstellungsdauer: 10. 07. bis 11. 10. 2009, Kleist-Museum

Unter den Toten und Verwundeten dieser Schlacht war auch der preußische Major und Dichter der Aufklärung Ewald Christian von Kleist. Ein Teil seiner Berühmtheit ist den Umständen seines Todes zuzuschreiben, denn seine Dichtung ist heute nahezu unbekannt. Ewald Christian von Kleist zählt zu den bedeutenden Dichtern der Aufklärung. Als Naturlyriker prägte er neben Klopstock die Erlebnisdichtung des 18. Jahrhunderts. Seine Freundschaft mit zahlreichen Autoren der Zeit, besonders aber mit Gotthold Ephraim Lessing und Johann Wilhelm Ludwig Gleim, ist ein Beispiel der literarischen Geselligkeit. Aus familiären Zwängen, nicht aus innerer Neigung, schlug der auf Gut Zeblin bei Köslin geborene Kleist die militärische Laufbahn ein, machte dort eine schnelle Karriere. Doch seine Lyrik drückt das Leiden des freisinnigen Adligen am preußischen Garnisonsgeist aus, ist erfüllt vom Ideal eines harmonischen Lebens aller Stände, vom Lob der Natur. Die Ausstellung will ausgehend von den weltliterarischen Vorbildern das lyrische Werk Ewald Christian von Kleists würdigen, seinen Freundeskreis in Wort und Bild vorstellen und einen Blick auf die Rezeption werfen.
(J. R.)

   
 

29. August 2009
Ausstellungseröffnung


 

Nichts zwischen Utopie und Apokalypse, Frankfurt (Oder) 1988

 

 

Die Wände von 1989 – Labyrinth der Erinnerungen
Ein Ausstellungsprojekt des Fördervereins des Museums Viadrina
unter der künstlerischen Leitung von Reinhard Zabka
Ausstellungsdauer: 29. August bis 9. November 2009,
Marienkirche Frankfurt (Oder)

Im Herbst 1989 fand ein zwar politisch radikaler doch friedvoller Umbruch statt. Nach zwanzig Jahren lohnt es sich, zurück zu schauen, die Erinnerungen zu reaktivieren und darüber zu reden. In den turbulenten Monaten des Herbstes 1989 wurde viel Schöpferkraft, Phantasie und Ironie frei gesetzt. Es ist notwendig und legitim, daran zu erinnern. Doch ein Denkmal muss nicht aus Bronze oder Marmor sein. Gerade jene Mischung aus Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung werden dem Geist des Herbstes 1989 gerecht. Erinnerung ist nichts Erstarrtes, für alle Zeiten fest Gefügtes, sondern ein ständiger schöpferischer Prozess der Auseinandersetzung. Mit jeder Zeitreise in die Vergangenheit ändert sich die Geschichte. Das Labyrinth der Erinnerung ist in ständiger Bewegung. Insofern ist der Irrgarten eine Metapher für Erinnern und Vergessen, aber auch für die Suche nach der Wahrheit der Geschichte und den rechten Weg in die Zukunft. Das Wort vom Labyrinth soll zunächst ganz wörtlich genommen werden, soll die Fantasie des Besuchers aktivieren, ihn verwirren und Erkenntnisse vermitteln, den Dialog provozieren, Lethargie und Frustration überwinden helfen, Brücken schlagen und dadurch die gesellschaftliche Debatte bereichern. Das Labyrinth ist kein Ort des Verschleierns der eigenen Biografie, sondern eine Methode der Konfrontation mit dem Verdrängten. Die begehbare Installation »Lügenlabyrinth«, soll ein zeitgenössischer Wandelgang, ein Kreuzgang durch die Geschichte der so genannten Wende werden. Das Publikum wird durch einen Gang geleitet, der mit Kleinskulpturen, Sprüchen, Installationen und unsichtbarem Theater bestückt ist. Im Zentrum angelangt, steht man dem persönlichen Wunder und den eigenen Wünschen gegenüber.
(St. W.)

   
 

04.September 2009
Kurze Nacht der Frankfurter Museen

 

Postkarte

 

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Die Evolution der Ophikleide
Ein Musikprogramm von Erhard Schwarz unter Einbeziehung von
Blechblasinstrumenten der Reka-Sammlung historischer
Musikinstrumente des Museums Viadrina.

»Die Ophikleide (griech. ophis Schlange, kleides Klappen) ist ein Blechblasinstrument aus der Familie der Klappenhörner, mit Klappen und nach oben gerichtetem Schalltrichter. Ihre Form ähnelt der des Fagotts und sie besitzt neun bis zwölf Klappen.« (Wikipedia)
Um 1817 stellte Jean Hilaire Astè in Paris ein neuartiges Klappeninstrument aus Messingblech vor, die aus dem Serpent entwickelte Ophikleide. Das Instrument in Tenor-Basslage eignete sich besonders für die Aufführung von Freiluftmusik der Militärkapellen. Bis dahin gab es keine geeigneten Blechblasinstrumente für die hierfür notwendige Bassstimme. Doch bereits in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts verschwand die Ophikleide wieder aus den Militärkapellen und Blasorchestern. In der historischen Musikinstrumentensammlung des Museums sind sowohl der Serpent als auch die Ophikleide vertreten.
(M. Sch.) (V. K.)

   
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26. November 2009
Ausstellungseröffnung um 18 Uhr

 

Das ersehnte Geschenk

 

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Heimliche Männerträume?
Was Jungen (und nicht nur die) sich vom Weihnachtsmann
wünschen – Faszination Modelleisenbahn
Ausstellungsdauer: 26. November 2009 bis 17. Januar 2010,
Museum Viadrina, Junkerhaus

Was macht ein Kurator, wenn er als Kind vom Weihnachtsmann nicht die heiß ersehnte Modelleisenbahn bekommen hat? Richtig, er konzipiert eine Ausstellung zum Thema, die sicherlich nicht nur bei ihm, sondern auch bei Alt und Jung, bei Jungen wie auch bei Mädchen Interesse erweckt. Die Geschichte der Spielzeugeisenbahn in Deutschland steht im Mittelpunkt der alljährlichen Weihnachtsausstellung: Eisenbahnen unterschiedlicher Spurweiten mit Schwungradantrieb, Dampf- und Uhrwerkslokomotiven sowie elektrisch betriebene Züge werden vorgestellt. Aber nicht nur trockene Theorie, sondern auch praktisch-anschaulich soll es im Museum Viadrina zugehen: umherfahrende Loks, Güter- und Personenwagen auf Modellflächen kommen zum Einsatz – damit die Kindheitsträume des Kurators noch erfüllt werden …
(So. Mi.)

   
 

Ausstellung außerhalb des Junkerhauses

Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft«
Collegienstraße 10
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag 10.00 bis 17.00 Uhr
Mittwoch und Freitag nach Vereinbarung

Das Hauptanliegen der Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft« ist es, die Schicksale von Personen zu dokumentieren und öffentlich zu machen, die durch ihre politische Überzeugung, durch ihren Glauben, durch ihre Rasse, ihr widerständiges Verhalten oder einfach nur auf Verdacht hin in die Lager kamen bzw. in die Mühlen der politischen Strafjustiz gerieten.
Weitere Ausstellungen werden von der Außenstelle Frankfurt (Oder) der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR gezeigt, die auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages mit der Stadt Frankfurt die Gedenkstätte seit 2004 betreibt.

(M. Sch.)

Ständige Ausstellung in der Hornkaserne
Polizeipräsidium Ost, Nuhnenstraße 40
Öffnungszeiten nach Vereinbarung über 0335 / 5 61 34 03

Dauerausstellung zur Heimkehr Kriegsgefangener und Zivilinternierter über das Entlassungslager
Frankfurt (Oder) / Gronenfelde.

Eine vom Museum Viadrina gestaltete Ausstellung und das vom Heimkehrerverband gestiftete Mahnmal für den Frieden, sollen an die Rückkehr von fast zwei Millionen deutschen Kriegsgefangenen und Zivilinternierten über Frankfurt (Oder) erinnern. Frankfurt (Oder) wurde zu Kriegsende und in den Folgejahren zu einem gigantischen »Menschenumschlagplatz«. Täglich passierten Tausende von Menschen die Stadt. Die Ausstellung beschreibt die Situation der Stadt zur damaligen Zeit und stellt anhand von Einzelschicksalen mit vielfältigen originalen Exponaten, Ton- und Videoinstallationen die Geschichte der Heimkehrer dar.

(M. Sch.)

   


Texte:

Haus der Geschichte Bonn; W. J.: Dr. Wolfgang Jost; So. Mi.: Dr. Sonja Michaels,
wissenschaftliche Mitarbeiterin Museum Viadrina; V. K.: Dr. Vera Kliemann; J. R.:
Jürgen Rehfeld, wissenschaftlicher Mitarbeiter Kleist-Museum; M. Sch.: Dr. Martin
Schieck, stellv. Direktor Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina;
R-R. T.: Ralf-Rüdiger Targiel, Leiter des Stadtarchivs Frankfurt (Oder); St. W.: Dr. Stefan Wolle

Fotos:

Museum Viadrina, Winfried Mausolf, Werbagentur Giraffe, Edward Serotta, Reinhard Zabka

Die musikalischen Veranstaltungen werden gemeinsam mit der Musikgesellschaft Carl Philipp Emanuel Bach e.V. veranstaltet.