Wechselausstellungen / Veranstaltungen  -  Übersicht 2007

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11. Februar bis 1. April 2007
Eröffnung um 11.00 Uhr
Junkerhaus/PackHof


Horst Zickelbein / Zypern 1, 1978


Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
 

Horst Zickelbein (1926), Bornholm, Malerei
(gemeinsame Ausstellung: Museen Viadrina und Junge Kunst)

Horst Zickelbein steht im Kontext einer künstlerischen Haltung, die in ihrer Konsequenz einlöst, was Paul Klee mit Verwesentlichung des Zufälligen beschrieben hat.
Schon Michelangelo soll im Alter bekannt haben: »Die Täuschungen dieser Welt haben mir die Zeit geraubt, die mir gegeben war, um Gott zu schauen.« Horst Zickelbein hat stets den Täuschungen der äußeren Welt misstraut und begann früh etwas anderes zu betrachten, als das, was man zu sehen glaubt. Die Lösung vom Vorbild ermöglichte ihm, selbst in den scheinbar banalsten Entdeckungen von Fundstücken oder Spuren im Stein Anlässe für die Schaffung eines jeweils eigenen Bildkosmos zu finden. Form, Raum und Bewegung sind unmittelbar existentiell begriffen und in farbige Bildpoesien von zwingender Authentizität verwandelt. (A. K.)

Kuratorin: Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner

   
   

8. März 2007
9.00 und 11.00 Uhr, Kurfürstensaal

Glockenorgel, um 1930

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
 

Musikalische Raritäten der Reka-Sammlung

Ein Gesprächskonzert am Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach mit Schülern des Gauß-Gymnasiums und Armin Talheim

Produktion: Dr. Wolfgang Jost

Wie man auf einem Reiseharmonium oder auf einer »Nähtischorgel « spielt und wie eine Schüttelorgel funktioniert, wird musikalisch erlebbar. Die Frankfurter Orgelbaufirma W. Sauer, die in diesem Jahr ihr 150. Betriebsjubiläum begeht, und das Funktionsmodell einer Orgel stehen im Mittelpunkt einer Führung im Rahmen der Dauerausstellung des Museums. (W. J.)

   

 

19. April bis 29. Juli 2007
Eröffnung um 16.00 Uhr

Terpodion, 1825


Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Mechanisches und Kurioses aus der REKA-Sammlung
historischer Musikinstrumente des Museums Viadrina


Zu den reichen Musiktraditionen der Stadt Frankfurt (Oder) gehören nicht nur die großartigen musikalischen Leistungen, die an der alten Viadrina erbracht worden sind oder der Musikinstrumentenbau der Firmen Altrichter und W. Sauer. Ebenso gehören die REKA-Sammlung historischer Musikinstrumente des Museums Viadrina und die von Hans Stein (1909 – 1987), einem Spiritus rector des Frankfurter Musiklebens nach 1945 initiierten »Konzerte auf historischen Instrumenten« dazu.
Aus dem vielseitigen Bestand der Musikinstrumentensammlung sind die Bereiche Mechanische Musikinstrumente, Kuriositäten und Orgelinstrumente ausgewählt worden. Einen Querschnitt aus der Vielzahl mechanisch angetriebener und mit Hilfe unterschiedlicher »Tonträger« zum Klingen gebrachter Instrumente sind in der Exposition vertreten. Hier sind Walzenspieldosen, Leierkästen, Flötenuhren, die Phonographen Edisons und Grammophone zu sehen. Diese Stücke sind in mühevoller Kleinarbeit unter den geschickten Händen von Herrn Peter Hellert restauriert und für die Ausstellung vorbereitet worden.
Kuriose Musikinstrumente, die zum großen Teil von Berol Kaiser-Reka gesammelt bzw. nachgebildet wurden und von denen so manche eine Rarität darstellen, runden die Ausstellung ab. Neben sonderbaren Streich- und Blasinstrumenten sind hier auch die zwei Nagelgeigen der Sammlung vertreten.
Höhepunkte sind drei restaurierte Instrumente, eine Glockenorgel, ein Terpodion und ein automatisches Klavier, die erstmalig in Frankfurt (Oder) ausgestellt und musikalisch erlebbar sein werden. (M. Sch.)

Kuratoren:
Dr. Martin Schieck, Dr. Wolfgang Jost, Peter Hellert

   
 

20. Mai 2007

 

Fingerrechenmaschine

 

 

 

 

Herdis Anna Jonasdottir


Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Internationaler Museumstag
»Museen und universelles Erbe«
deutschlandweite Informationen unter: www.museumstag.de


14.00 Uhr, Ausstellungseröffnung


Erinnerungen an die Schulzeit
 
Egal, ob man gute oder schlechte Erinnerungen an die eigene Schulzeit hat, auf alle Fälle war sie ein wichtiger Teil des Lebens. Vieles von dem, was man mit mehr oder weniger Fleiß erlernt hat, ist inzwischen oft überholt oder vergessen. Aus heutiger Sicht kann man über die damaligen stupiden Lehrmethoden und strengen Verhaltensregeln hinwegsehen, schmunzeln oder ihnen nachtrauern. In unserer Ausstellung wird noch einmal die Schulatmosphäre wie vor 100 Jahren nachempfunden, als Gehorsam, Fleiß, Ordnung und Sauberkeit die wichtigsten Unterrichtsziele waren. Vor allem der Umgang mit der Sütterlinschrift und das Schreiben auf der Schiefertafel mit Griffel oder ein gemeinsames Wettrechnen bereitet jungen Besuchern viel Vergnügen. (B. B.)
 
Kuratoren: Brigitte Brisch, Dr. Martin Schieck
 

Konzert um 16.00 Uhr

»Musikalische Raritäten«

Lieder von Franz Schubert, Johannes Brahms und Robert Schumann
mit dem Originalflügel von G. Perau, 1840, Berlin
Herdis Anna Jonasdottir, Island – Sopran
Armin Thalheim, Berlin – Perau-Flügel
Eintritt: 10,00 €, erm. 7,00 €


Produktion: Dr. Wolfgang Jost

Franz Liszt, der 1843 im neu eröffneten Stadttheater Frankfurt (Oder) musizierte, stellte der damals renommierten Berliner Klavierbaufirma G. Perau im folgenden Brief ein lobendes Zeugnis aus:
»Ich danke Ihnen lieber Herr Perau für die ausgezeichneten Instrumente, die Sie mir allseitig zu meinen Concerten geliefert haben hiermit schriftlich, da ich nicht mehr die Freude hatte Sie persönlich zu sehen. Nochmals besten Dank, da alle Ihre Instrumente zu meiner ganzen Zufriedenheit waren.
Hannover den 1ten April 1844 Franz Liszt«
Nur zwei Perau-Flügel sind in den Museen Nürnberg und Frankfurt (Oder) überliefert.
Der Frankfurter Flügel wurde im Sommer 2006 im Auftrag des Museums und mit Unterstützung von Petra und Horst Möhring durch die Berliner Klavierbauerin Meike Wolters restauriert. (W. J.)

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24. Aug. bis 18. Nov. 2007
Eröffnung um 16.00 Uhr
Junkerhaus

 

Abendmahlkelch, 17. Jh.

 


Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Rückblicke
50 Jahre Museum Viadrina / Impressionen


Das materielle Erbe der Stadt, in den Depots des Museums bewahren, erfassen, erforschen und erschließen, um in den Ausstellungen gezeigt zu werden einerseits und das Einbringen mit vielfältigen Angeboten in das Frankfurter Kulturleben andererseits umreißt die Breite der Tätigkeit der Mitarbeiter des Museums Viadrina.
In einer Retrospektive werden fünf Jahrzehnte Sammlungsarbeit, Ausstellungs- und Veranstaltungsaktivität, eingebettet in die Frankfurter Stadtgeschichte, beleuchtet. (M. Sch.)

Kuratoren:
Dr. Martin Schieck, Brigitte Brisch, Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner

 

um 18:00 Uhr im Junkerhaus/ Kurfürstensaal

Festkonzert »Musikalische Raritäten«

Romantische Musik auf dem Perau-Flügel der Reka-Sammlung
mit Katharina Kluczynska,Polen / Hochschule für Musik »H. Eisler« Berlin

Produktion: Dr. Wolfgang Jost

   
 

25. & 26. August 2007
11.00 bis 16.00 Uhr

Haussteine

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Museumsfest
anlässlich des 50jährigen Bestehens des Museums Viadrina

  • Thematische Führungen durch das Junkerhaus und die Dauerausstellung »Eine Unterrichtsstunde im historischen Klassenzimmer«.

  • Auftritt der »Frankfurter Stadtwache«
    Das Frankfurter »Freyfähnleyn« übt Exerzieren und schießt Salut.

  • Lachen in Familie«
    Ein Programm für die Großen und die Kleinen aus Clownerie
    und Parodie mit den Musical-Humoristen »Die Hanpets« aus
    Bad Freienwalde.

  • Musikalische Raritäten der Reka-Sammlung
    Ein Streifzug durch die Entwicklung mechanischer
    Musikinstrumente.

  • Treffen der »Ehemaligen« des Museums Viadrina

  • Filmvorführungen

  • Quiz zur Geschichte Frankfurts

  • Alte Handwerke stellen sich vor
    u. a. Filzen, Töpferei, Münzschlagen, Buchdruck

   
 

07. September 2007
18.00 – 24.00 Uhr
freier Eintritt

Kurze Nacht der Frankfurter Museen

weitere Informationen unter: www.Museumsnacht-Frankfurt-Oder.de


Klassenzimmer


Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Seit 2001 wird in Frankfurt eine kurze Nacht der Museen durchgeführt. Die jährlich steigende Resonanz bei der Frankfurter Bevölkerung und den Gästen der Stadt bestätigt das gelungene Konzept.

  • Eine Unterrichtsstunde im historischen Klassenzimmer.

  • Filmvorführungen: Im Wechsel
    »So entstand Frankfurt«,
    »Geschichte der Alma Mater Viadrina«
    und
    »Kleider machen Leute« – historische Modenschau, 2005

   
 

18. September 2007
19.00 Uhr
freier Eintritt

Hans Reichelt: Die deutschen Kriegsheimkehrer
Was hat die DDR für sie getan?


Hans Reichelt: Die deutschen Kriegsheimkehrer


Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Hans Reichelt, Jg. 1925, kam am 9. Mai 1945 als 20jähriger in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach viereinhalb Jahren Internierung kehrte er zurück.
Im Sommer 1953 war er wieder in Moskau – als Minister. Reichelt gehörte der von Otto Grotewohl geführten DDR-Regierungsdelegation an, die im Kreml auch über die Rückführung der letzten in der Sowjetunion internierten Kriegsgefangenen verhandelte.

In seinem Buch verbindet Reichelt persönliche Erlebnisse mit historisch dokumentierten Vorgängen. Er hat im Bundesarchiv einliegende Zeugnisse gesichtet und belegt, daß die Führung in Ostberlin seit 1946 sich systematisch und ausdauernd für die Freilassung der Millionen deutschen Kriegsgefangenen engagierte und nach deren Heimkehr für ihre Integration in der Nachkriegsgesellschaft sorgte.
Konrad Adenauer reiste im September 1955 nach Moskau, um die letzten knapp 10.000 heimzuholen. Diese Tat gehört zu den Gründungsmythen der Bundesrepublik. Daß zuvor alles zwischen Moskau und Ostberlin besprochen und vorbereitet worden war, blieb dabei stets unberücksichtigt.

Hans Reichelt stellt sein Buch in Frankfurt/Oder vor, da sich hier mit der ehemaligen Horn-Kaserne das zentrale Entlassungslager unter sowjetischer Administration für deutsche Kriegsheimkehrer befand.

   
 

21. Oktober 2007
16.00 Uhr im Junkerhaus

Christine Schornsheim



Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Klavierrecital »Von Bach bis Mendelssohn«
Konzert anlässlich 45 Jahre Frankfurter Bachpflege

Mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann S. Bach,
Alexandre-Pierre-François Boëly und Clara Schumann.
Historischer Hammerflügel von G. Perau 1840: Christine Schornsheim

Produktion: Dr. Wolfgang Jost

Am 20. Oktober 1962 hat Kantor Hans Stein die Reihe »Konzerte auf historischen Instrumenten« initiiert und damit zugleich die Frankfurter Bachpflege, die sich heute internationaler Anerkennung erfreut, begründet. Wesentlich dabei war die Vorstellung von alten Instrumenten aus der Reka-Sammlung historischer Musikinstrumente, denn nur durch den praktischen Gebrauch kann man ein anschauliches Bild von der klanglichen Eigenart gewinnen und so zur Wiederbelebung der Musik vergangener Zeiten beitragen. (W. J.)

   
 

5. & 6. Dezember 2007

Rumpelstilzchen

Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Marionetten-Haustheater

5. Dezember 2007
9.00 und 11.00 Uhr im Junkerhaus

Marionetten-Haustheater: »Frau Holle«

Ein Wintermärchen frei nach den Gebrüdern Grimm.
Text, Musik, Figuren, Ausstattung und Spieler: Tobias Klug
Kostüme: Nicole Papudis
Dauer: 50 Minuten, geeignet für Kinder ab 3 Jahren

6. Dezember 2007
10.00 und 15:00 Uhr im Junkerhaus

Marionetten-Haustheater: »Rumpelstilzchen«

Ein Märchen in 7 Aufzügen frei nach den Gebrüdern Grimm.
Text, Musik, Figuren, Ausstattung und Spieler: Tobias Klug
Kostüme: Nicole Papudis
Dauer: 50 Minuten, geeignet für Menschen ab 3 Jahren

 

6. Dezember 2007
bis 16. März 2008
Eröffnung um 16.00 Uhr / Junkerhaus




Junkerhaus
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11

Puppentheater – Spielraum der Fantasie
Ausstellung des Puppentheatermuseums Berlin

6. Dezember 2007 bis 16. März 2008

Die Darstellungskraft der gespielten Theaterpuppe reicht bis zum zartesten und erhabensten Ausdruck menschlicher Gefühle. Das Puppen- und Figurentheater beflügelt die schöpferische Fantasie und Vorstellungskraft des Publikums wie kaum eine andere Form des Theaters. Fantastische Fabelwesen nehmen Gestalt an, Realität und Fantasie verschmelzen. Das Repertoire der Puppenspieler früherer Zeiten war ganz auf das Verständnis und die Erwartung des erwachsenen Zuschauers abgestimmt. Zum Kindertheater entwickelte es sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung „Puppentheater – Spielraum der Fantasie“ informiert über Spielformen früherer Zeiten wie auch über das Puppen- und Figurentheater von heute.

(Puppentheatermuseum Berlin)

   


Texte:
 
  A. K.: Dr. Anita Kühnel, Berlin;
  B. B.: Brigitte Brisch, wissenschaftliche Mitarbeiterin Museum Viadrina;
  B. R. J.: Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner, Direktorin Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
  W. J.: Dr. Wolfgang Jost
  M. Sch.: Dr. Martin Schieck, stellv. Direktor Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina

Fotos:
 
  Museum Viadrina, Winfried Mausolf, Werbagentur Giraffe

Die musikalischen Veranstaltungen werden gemeinsam mit der Musikgesellschaft Carl Philipp Emanuel Bach e.V. veranstaltet.