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Wrocławska

 

Breslauer Straße

Kunersdorfer Straße (Adressbuch 1903)
Dobrasch Gasse (Stadtplan 1894)


Diese im Südosten der Stadt gelegene Straße verbindet drei der ältesten Straßen, die in der Dammvorstadt angelegt und benannt wurden. Es sind die am Oderdamm entlangführende
1 Maja (Crossener Straße) und die sich nördlich von ihr befindenden Straßen Kościuszki Tadeusza (Blumenstraße) und Kochanowskiego Jana (Weidendamm). Ebenso wie andere Straßen, die in den ersten 40 Jahren des 20. Jh. entstanden und benannt wurden, so trug auch diese Straße den Namen eines in unmittelbarer Nähe liegenden Ortes östlich der Oder.
Vorher - ohne Postadresse - wurde dieser Weg Dobrasch Gasse genannt.
 

Wrocławska, 1999 - von der Kościuszki Tadeusza (ehem. Blumenstraße) Richtung
1 Maja (ehem. Crossener Straße).
Quelle: Archiv Eckard Reiß


Kunersdorf, poln. Kunowice, Gemeinde in der Wwschaft Gorzów (Landsberg, Warte), Polen, östlich von Frankfurt (Oder) - Im Siebenjährigen Krieg erlitt Friedrich II. von Preußen in der Schlacht bei Kunersdorf am 12.08.1759 durch die Österreicher (unter G. Freiherr von Laudon, siehe:
Laudons Berge) und Russen (unter P. S. Saltikow) eine schwere Niederlage. Uneinigkeiten unter den Alliierten verhinderten die völlige Niederlage Preußens. *3

Auf dem Mühlberg bei Kunersdorf, dem seinerzeitigen Kämmereidorf Frankfurts, wurde am 22. August 1909 ein Gedenkstein an die Rettung Friedrich des Großen eingeweiht. Die Familie Prittwitz gedachte damit in Verbindung mit dem Historischen Verein für Heimatkunde zu Frankfurt a. O. ihrem Vorfahren, dem Rittmeister von Prittwitz, der 150 Jahre zuvor den König rettete. Der historische Verein erließ bereits im Januar 1901 den Aufruf zur Errichtung eines Gedenksteins auf dem Kunersdorfer Schlachtfeld. *1
„Zum Schluß des Jahres 1928 fand eine Erweiterung des Stadtgebietes durch Zuteilung von Geländeflächen aus dem Gutsbezirk Kunersdorf in Größe von 563 Hektar statt. Das bedeutete eine Vergrößerung um fast ein Zehntel der bisherigen Stadtfläche.“ *5

Wrocław, früher Breslau, Großstadt, zahlreiche historische Bauten: gotisches Rathaus (ältester Teil: Dinghaus von 1275, im Wesentlichen im 15./16. Jh. ausgebaut), frühgotische Ägidienkirche (1. Hälfte des 13. Jh.), Sandkirche, Dom St. Johannis, gotische Elisabethkirche, Matthiaskirche, Reste alter Befestigungen u.a.; Universität, Hochschulen, Museen, Theater, Oper; Verkehrsknotenpunkt, Flughafen; bedeutende Industrie. - Im 10. Jh. slawische Wehrburg mit Handwerker- und Kaufmannssiedlung, entwickelte sich W. früh zum wirtschaftlichen und politischen Zentrum Schlesiens; im Jahre 1000 Bischofssitz (seit 1344 Sitz der Fürstbischöfe von W.), seit 1163 Residenz der schlesischen Piasten. 1241 erhielt W. Stadtrecht, 1260 erfolgte die erste Ummauerung der Stadt, 1327 die Vereinigung der Altstadt und der 1261 gegründeten Neustadt. Seit dem 14./15. Jh. war W., das 1387-1474 zur Hanse gehörte, neben Krakau die wichtigste Handelsmetropole im Verkehr mit Osteuropa. 1335 kam die Stadt mit Schlesien unter böhmische, 1526 unter österreichische und 1741 unter preußische Herrschaft. 1811 wurde die Universität von Frankfurt (Oder) nach Breslau verlegt. 1945 kehrte W. zu Polen zurück. *2