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Die große Ausfallstraße nach Norden hatte ihren Anfang am Roßmarkt (Przyjaźni, plac) und führte bis zum Ortsausgang. Dieser lag dort, wo
nach links im spitzen Winkel der erste
Kornbuschweg abzweigt. Nach
Pastor Schlobachs „Merkwürdige Inschriften in Frankfurt an der Oder“ hat
es die Bezeichnung „Weg nach Landsberg“ gegeben. Das Ende hieß „Mikräner
Landwehr“. Diese Bezeichnung geht auf General Mikrander, dem
zeitweiligen Besitzer des Weißischen Vorwerks (Weiß Vorwerk) zurück.
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Die älteste überlieferte Bezeichnung ist „Strashe von Micrander Thor“
(Nach dem „Plan von der Anlegung der Königl. Lyonischen Taffet Fabrique
auf der Brück Schantze zu Frankfurth an der Oder“). Das Mikrander Tor
befand sich an der Stelle, wo der ehem. Barrieregraben die heutige
Wojska Polskiego kreuzt. Das ist unterhalb der ehem. Johannesburger
Straße, der heutigen
Piska. *14
In der Nähe der Sonnenburger Straße, kurz bevor der Sandfurtweg (Drzymały Michała) nach Osten abbiegt, befand sich in Richtung Oderdeich
das Weiße Vorwerk. Im 17. Jh. wird das Vorwerk, dessen Besitzer um 1800
ein Adrian Weitsch war, erstmals erwähnt. Vermutlich trägt es den Namen
seines ehem. Besitzers.
Auch diese Straße war mit Nachbarstraßen in das städtische
Verkehrssystem einbezogen. Ab den 30er Jahren des 20. Jh. führte eine
Busringlinie von der Friedrichstraße (Jedności
Robotniczej) her
kommend - unmittelbar am Kopf der Oderbrücke beginnend und endend -
durch diese Straße. Von der Sonnenburger Straße bog der Bus östlich zu
dem dort liegenden Kasernenkomplex ab. Bis zur Schließung der Trettiner
Straße (Bohaterów Warszawy) im Jahre 1935 fuhr der Bus durch diese,
danach durch die Hirtenstraße (Mieszka I)
und An der Wachsbleiche (Mieszka I) zum Neuen Markt (Bohaterów, plac,
Wolności,
plac). Auf
dem Rückweg bog der Bus in die Straße An der Seidenfabrik (Mickiewicza Adama) ab und fuhr über die Blumenstraße (Kościuszki Tadeusza) zurück
zur Friedrichstraße (Jedności
Robotniczej). *14
Słońsk (Sonnenburg), Gemeindedorf in der Lebuser Wwschaft, im
Landsberger Talkessel, am Fluss Lenka bei ihrer Mündung in die Postomia.
Höchstwahrscheinlich im 12. Jh. slawische Verteidigungsfestung und
Siedlung (1295); ab der 2. Hälfte des 13. Jh. unter brandenburgischer
Herrschaft (Sonnenburg), teilte politisches Umgebungsschicksal;
Stadtrechte 1341; seit 1426 Eigentum der Johanniter; Fischerei- und
Tierzuchtzentrum; 1808 vollständige Stadtrechte; seit 1896
Bahnverbindung; 1933-1934 eines der ersten Konzentrationslager im
Dritten Reich; 1934-1945 strenges Gefängnis; seit 1945 in Polen, verlor
die Stadtrechte. - Dienstzentrum des Landwirtschaftsgebietes. Sägewerk,
Erholungs- und Ferienzentrum; Museum der Leidensgeschichte; spätgotische
Kirche (1475-1522, Turm 1603, umgebaut 1818 von K. F. Schinkel); uraltes
Johanniterschloss (15. Jh.); umgebaut zum Palast barocken Stils
(1662-1667). Westlich von Słońsk Ornithologisches Reservat - Słońsk (4
200 Ha), Biotop vieler seltener Wasser- und Moorvögel.
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