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Wojska Polskiego

 

Straße des polnischen Heeres

Armii Czerwonej - Straße der Roten Armee, 1945 *26 *28
Sonnenburger Straße (Adressbuch 1846)


 

Wojska Polskiego 1, 2001
Die alte Huttenschule (ehem. Dammschule) war damals eine Knabenschule, heute Gymnasium.
Quelle: Archiv Eckard Reiß



Die große Ausfallstraße nach Norden hatte ihren Anfang am Roßmarkt (
Przyjaźni, plac) und führte bis zum Ortsausgang. Dieser lag dort, wo nach links im spitzen Winkel der erste Kornbuschweg abzweigt. Nach Pastor Schlobachs „Merkwürdige Inschriften in Frankfurt an der Oder“ hat es die Bezeichnung „Weg nach Landsberg“ gegeben. Das Ende hieß „Mikräner Landwehr“. Diese Bezeichnung geht auf General Mikrander, dem zeitweiligen Besitzer des Weißischen Vorwerks (Weiß Vorwerk) zurück. *5
Die älteste überlieferte Bezeichnung ist „Strashe von Micrander Thor“ (Nach dem „Plan von der Anlegung der Königl. Lyonischen Taffet Fabrique auf der Brück Schantze zu Frankfurth an der Oder“). Das Mikrander Tor befand sich an der Stelle, wo der ehem. Barrieregraben die heutige Wojska Polskiego kreuzt. Das ist unterhalb der ehem. Johannesburger Straße, der heutigen
Piska. *14

In der Nähe der Sonnenburger Straße, kurz bevor der Sandfurtweg (
Drzymały Michała) nach Osten abbiegt, befand sich in Richtung Oderdeich das Weiße Vorwerk. Im 17. Jh. wird das Vorwerk, dessen Besitzer um 1800 ein Adrian Weitsch war, erstmals erwähnt. Vermutlich trägt es den Namen seines ehem. Besitzers.
Auch diese Straße war mit Nachbarstraßen in das städtische Verkehrssystem einbezogen. Ab den 30er Jahren des 20. Jh. führte eine Busringlinie von der Friedrichstraße (
Jedności Robotniczej) her kommend - unmittelbar am Kopf der Oderbrücke beginnend und endend - durch diese Straße. Von der Sonnenburger Straße bog der Bus östlich zu dem dort liegenden Kasernenkomplex ab. Bis zur Schließung der Trettiner Straße (Bohaterów Warszawy) im Jahre 1935 fuhr der Bus durch diese, danach durch die Hirtenstraße (Mieszka I) und An der Wachsbleiche (Mieszka I) zum Neuen Markt (Bohaterów, plac, Wolności, plac). Auf dem Rückweg bog der Bus in die Straße An der Seidenfabrik (Mickiewicza Adama) ab und fuhr über die Blumenstraße (Kościuszki Tadeusza) zurück zur Friedrichstraße (Jedności Robotniczej). *14

Słońsk (Sonnenburg), Gemeindedorf in der Lebuser Wwschaft, im Landsberger Talkessel, am Fluss Lenka bei ihrer Mündung in die Postomia. Höchstwahrscheinlich im 12. Jh. slawische Verteidigungsfestung und Siedlung (1295); ab der 2. Hälfte des 13. Jh. unter brandenburgischer Herrschaft (Sonnenburg), teilte politisches Umgebungsschicksal; Stadtrechte 1341; seit 1426 Eigentum der Johanniter; Fischerei- und Tierzuchtzentrum; 1808 vollständige Stadtrechte; seit 1896 Bahnverbindung; 1933-1934 eines der ersten Konzentrationslager im Dritten Reich; 1934-1945 strenges Gefängnis; seit 1945 in Polen, verlor die Stadtrechte. - Dienstzentrum des Landwirtschaftsgebietes. Sägewerk, Erholungs- und Ferienzentrum; Museum der Leidensgeschichte; spätgotische Kirche (1475-1522, Turm 1603, umgebaut 1818 von K. F. Schinkel); uraltes Johanniterschloss (15. Jh.); umgebaut zum Palast barocken Stils (1662-1667). Westlich von Słońsk Ornithologisches Reservat - Słońsk (4 200 Ha), Biotop vieler seltener Wasser- und Moorvögel.