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Wandy

 

Wanda-Straße

Bruchstraße (Adressbuch 1912)



Die Straßen Bruchstraße, Wasserstraße (Wodna) und Weidendamm (Kochanowskiego Jana) sind aus ganz bestimmtem Grund auf engstem Raum im Südosten der Stadt unweit des Oderdamms an der Straße
1 Maja (Crossener Straße) angesiedelt. Sie erinnern an einen dort erfolgten Oderdammbruch und an die Beseitigung seiner Folgen.
Im Adressbuch Frankfurt/Oder 1940/41 gibt es folgende Erklärung: „Bruchstraße - Nach der ehem. Wasser- und Wiesengegend, die hier nach einem großen Dammbruch entstanden war.“ Dieses Stadtgebiet gehört mit zu den ältesten der Dammvorstadt. Auf dem „Plan der Stadt Frankfurt an der Oder und der Dammvorstadt“ von 1785 ist der alte Deichbruch mit seiner Verzweigung deutlich erkennbar.

Ausschnitt aus „Plan der Stadt Frankfurt an der Oder und der Dammvorstadt“ von 1785
Quelle: Museum Viadrina


Wanda - poln. Königin im Wawel - nach der Sage die Tochter des Krakauer Königs Krok (Krokus), soll um 700 Polen beherrscht haben. Als der deutsche Fürst Rytiger, dem sie ihrem Gelübde beständiger Keuschheit gemäß die Hand verweigert hatte, Polen mit Krieg überzog, besiegte sie denselben zwar, stürzte sich aber, um Polen vor weiteren Kriegen zu bewahren, in die Weichsel. Noch heute wird ein Hügel bei Krakau, Mogila, als ihr Grabmal bezeichnet. Die Sage ist wiederholt von poln. Dichtern poetisch bearbeitet worden. *24