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Küstrin,
poln. Kostrzyn, Stadt in der Wwschaft Gorzów (Landsberg an der Warthe),
Polen, an der Mündung der Warthe in die Oder, am Rand des Oderbruchs nahe
der Grenze zu Deutschland, 16.700 Einwohner; Papierfabrik, Maschinenbau,
Bekleidungs-, Lebensmittel-industrie; Flusshafen, Eisenbahnknotenpunkt und
-grenzübergang (seit 1992) nach Küstrin-Kietz (Brandenburg). - Erhalten
sind Reste der Stadtbefestigung (nach 1537). - K., 1232 erstmals erwähnt,
fiel 1252 an die Markgrafen von Brandenburg und gewann 1535-1571 als
Residenz des Markgrafen Johann von Neumark (genannt Hans von K., geb.
1513, gest. 1571) an Bedeutung. In der zur Sicherung des Oderübergangs
mehrfach ausgebauten Festung wurde 1730 der spätere König Friedrich II.,
nach einem gescheiterten Fluchtversuch auf Befehl seines Vaters Friedrich
Wilhelm I. gefangen gehalten und musste der Hinrichtung seines Freundes
Katte zusehen. 1806-1814 stand K. unter französischer Besatzung. Das im
Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörte K. kam 1945 zu Polen. - Der
Stadtteil Kietz am linken Oderufer heißt nach Umbenennungen seit 1991
wieder Küstrin-Kietz, er ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland
in Brandenburg mit 960 Einwohnern. *3
Szczecin, früher Stettin, Großstadt an der Oder, 25 km vor ihrer
Mündung in das Oderhaff (Zalew Szczeciński); links vom Fluss die im
Zweiten Weltkrieg zum großen Teil zerstörte, teilweise wieder aufgebaute
Altstadt mit Piastenschloss, Rathaus, Johanniskirche, Jakobikirche,
Stadttoren. - Eine der ältesten slawischen Siedlungen an der Ostsee (9.
Jh.); bis 1637 Sitz der pommerschen Piastenherzöge; 1243 Verleihung des
Stadtrechts, seit dem 13. Jh. starker Zustrom deutscher Handwerker und
Kaufleute. Seit 1278 Hansemitglied, entwickelte sich Stettin im 15. und
16. Jh. zu einem bedeutenden Hafen- und Handelsplatz. 1648 bis 1720 unter
schwedischer Herrschaft, fiel danach an Preußen; 1806-1813 von
napoleonischen Truppen besetzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die
Stadt stark zerstört. 1945 kam sie zu Polen. *2
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