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Staszica Stanisława

 

Stanislaw-Staszic-Straße

Meseritzer Straße (Stadtplan 1939)


Diese sich im Norden der Stadt befindende Straße wurde infolge der Siedlungserweiterung etwa zehn Jahre später als die südlichere Jagiełły Władysława (Sternberger Straße) angelegt. Beide erhielten Namen von Städten im Regierungsbezirk Frankfurt (Oder), die heute auf poln. Territorium liegen.

Staszica Stanisława, 2002
Quelle: Archiv Eckard Reiß


Meseritz, poln. Międzyrzecz, Stadt in der Wwschaft Gorzów (Landsberg an der Warthe), Polen, an der Obra, 20.500 Ew.; Nahrungsmittel-, Baustoffindustrie, Maschinenbau. *3

Staszic, Stanisław, poln. Schriftsteller, geb. 06.09.1755*2 (geb. Anfang November, getauft 06.11. 1755*3) Schneidemühl, gest. 20.01.1826 Warschau; Geistlicher; hatte bei einem Studienaufenthalt in Paris Verbindung zu den Enzyklopädisten; ab 1824 Minister im Königreich Polen. S., einer der führenden Vertreter der poln. Aufklärung, kämpfte für nationale Unabhängigkeit und soziale Gerechtigkeit und verfocht diese Ziele in seinen pädagogischen und publizistischen Schriften. Neben H. Kołataj war S. der geistige Führer der Reformpartei 1788-1791; betrieb 1798-1805 geologische Forschungen in den Karpaten („Bodenschätze der Karpaten“, 1805); erwarb sich große Verdienste als Organisator wissenschaftlicher Institute und des Schulwesens. Zu seinen Werken gehören auch das geschichtsphilosophische Epos „Ród ludzki“ (entstanden ab 1792, hrsg. 3 Bde., 1819-1820), „Erwägungen über das Leben Jan Zamojskis“, 1785; „Warnungen für Polen“, 1790; deutsch) und das didaktische Poem „Das Menschengeschlecht“ (3 Bde., 1792-1818). *2 *3