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Słowackiego Juliusza

 
Julius-Slowacki-Straße  
   
Leopoldstraße (Adressbuch 1871)
Schulstraße (Adressbuch 1846)
Kurzestraße (Adressbuch 1846)

östlicher Teil

westlicher Teil

 

Die jetzige Straße, die den Namen des poln. Dichters Julius Słowatzki trägt, folgt dem Straßenverlauf zweier historischer Straßen. Der westliche Teil ist die ehem. Kurze Straße. Sie mündete spitzwinklig in die Leopoldstraße, die bis zur Einmündung parallel verlief und heute Fußgängern vorbehalten ist. Der östliche Teil der Leopoldstraße (Erklärung siehe: Nadodrzańska) ist ebenfalls nicht mehr befahrbar. Die Słowackiego Juliusza biegt nach Süden ab und mündet in die Daszyńskiego Ignacego (ehem. Mittelstraße), die ihrerseits in die Reja Mikołaja (ehem. Krumme Straße) mündet. Die Zufahrt in die Słowackiego Juliusza ist nur noch über die Daszyńskiego Ignacego (ehem. Mittelstraße) möglich. Die Leopoldstraße hieß wegen der am Ende der Straße liegenden Schule vorher Schulstraße. In der Leopoldstraße gab es seit 1919 das erste Kino der Dammvorstadt.

Słowackiego Juliusza, 2000
Quelle: Archiv Eckard Reiß


Słowacki, Juliusz, poln. Dichter, geb. 04.09.1809 Krzemieniec (Wolhynien), gest. 03.04.1849 Paris; studierte Rechtswissenschaften in Wilna, seit 1828 im Staatsdienst, ging nach der Niederschlagung des Aufstands von 1831 ins Exil (Genf, 1836/37 große Orientreise, ab 1838 Paris). In seinem Jugendwerk, das u.a. historische und orientalische Poeme („Szanfary“, 1828; „Jan Bielecki“, 1830) und historische Dramen („Mindowe“, 1832; „Maria Stuart“, 1832, dt.) umfasst, lehnte sich S. noch stark an romantische Vorbilder an. Höhepunkt seines Schaffens sind die Dramen, die das Problem von Individuum und Geschichte sowie Fragen des nat. Freiheitskampfes behandeln. Sie stehen in der Tradition Shakespeares und V. Hugos. „Balladyna“, 1834, dt.; „Horsztyński“, entstanden 1835, erschienen 1866; „Lilla Weneda“, 1840, dt.). S. gilt neben A. Mickiewicz (Mickiewicza Adama) und Z. Krasiński (Krasińskiego Zygmunta, osiedle) als einer der drei großen poln. Romantiker. Sein Werk, von seinen Zeitgenossen wegen der kritischen Einstellung zur poln. Emigration abgelehnt, erlangte seine hohe Wertschätzung erst dank der Bewegung „Junges Polen“. 1927 wurden die sterblichen Überreste von S. nach Polen überführt und im Wawel neben Mickiewicz beigesetzt. *2 *3
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