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Bis zur Benennung als Krumme Straße war sie Teil der Leopoldstraße, die
ursprünglich bis zum Neuen Markt (Przyjaźni, plac) ging. Den Namen
„Krumme Straße“ erhielt diese Straße nach ihrem halbkreisähnlichen
Verlauf, sie ist also tatsächlich krumm. Sie führt noch heute vom ehem.
Neuen Markt (jetzt
Bohaterów, plac) zur ehem. Schützenstraße (jetzt
Sienkiewicza Henryka), trägt jedoch den Namen des poln. Dichters Mikołaj
Rej z Nagłowic.
Rej z Nagłowic, Mikołaj, poln. Dichter, geb. 04.02.1505 Zurawno (bei
Galitsch), gest. zwischen 08.09. und 04. (?) 10.1569 Rejowiec (bei Cholm);
entstammte dem Landadel, wurde um 1541 Lutheraner und trat später zum
Kalvinismus über; zwischen 1543 und 1564 mehrmals Sejm-Abgeordneter. R.
z N. gilt als erster bedeutender Vertreter einer weltlichen Literatur in
poln. Sprache. Er schrieb Lieder, Satiren und Epigramme und setzte sich
in dem nach antiken und zeitgenössischen Mustern angefertigten
Fürstenspiegel „Źwyerciádło“ (1568) für polit. Reformen ein.
Reformatorisches Gedankengut predigte er in „Postylla“ (1557).
Hauptwerk: „Der Spiegel“ (1568), das Drama „Der Kaufmann“ (1540),
„Abbild des Lebens eines Ehrenmannes“ (1558). *2 *3
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