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Paderewskiego Jana

 
Jan-Paderewski-Straße

Sandstraße (Adressbuch 1846)
 
   

Paderewskiego Jana, 1967
Quelle: Archiv Eckard Reiß

 

   

Diese Straße verbindet den Wolności, plac (ehem. südlicher Teil des Neuen Marktes) mit der östlicher gelegenen Straße Niepodległości, aleja (Am Schützenhaus).
Aus der letzten Ausgabe des Adressbuches Frankfurt/Oder 1940/41 ist erkennbar, dass auf der Südseite der Straße noch 13 Baustellen zu Wohnhäusern existierten, während auf der Nordseite bis auf eine Baustelle alle anderen Grundstücke bebaut und bewohnt waren, darunter zwei größere Mietshäuser der gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft m.b.H. „Gewoba“.
Zur Herkunft des deutschen Straßennamens kann vermutet werden, dass sandiges Terrain ebenso vorhanden war wie Torf, Wiesen und Äcker.

Paderewski, Ignacy Jan, poln. Pianist, Komponist und Politiker, geb. 18.11.1860 Kuryłówka (Gouvernement Podolien), gest. 29.06.1941 New York; studierte Musik in Warschau, Berlin und Wien; erlangte seit 1887 Weltruf als Pianist. Als Klaviervirtuose führte er die von F. Liszt begründete Technik fort. Seine Kompositionen sind stilistisch von F. Chopin (Chopina Fryderyka) und P. Tschaikowski geprägt. P. schrieb eine Sinfonie, Klavierwerke, Kantaten, Lieder und die Oper „Manru“ (1901). Mitherausgeber der Chopin-Quellenausgabe. 1909-1913 Direktor des Warschauer Konservatoriums. Im Ersten Weltkrieg trat P. besonders in den USA als Verfechter der poln. Nationalidee hervor und repräsentierte seit Sommer 1917 das Poln. Nationalkomitee bei der Regierung der USA. Gestützt auf seinen engen Kontakt zu Oberst E. M. House, gelang es ihm, Präsident W. Wilson dazu zu bewegen, die Forderung nach Errichtung eines unabhängigen poln. Staates in das Vierzehn-Punkte-Programm aufzunehmen. Sein Aufenthalt in Posen löste dort den Aufstand vom 27.12.1918 gegen Deutschland aus. Von Januar bis Dezember 1919 war P. Ministerpräsident und Außenminister des neu errichteten poln. Staates, den er 1920-1921 beim Völkerbund vertrat. 1921 zog er sich jedoch aus der Politik zurück und widmete sich wieder ganz seinem Beruf als Pianist. 1936 suchte er von seinem Schweizer Wohnsitz Morges aus, eine Opposition (die „Front von Morges“) gegen das in Polen herrschende autoritäre Regime aufzubauen. 1940-1941 war P. Präsident des poln. Exilparlaments. Er veröffentlichte „The P. memoirs“ (1938, mit M. Lawton). *2 *3