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Nadodrzańska, 2002
Foto: Walter Hausdorf |
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Diese unmittelbar hinter der Oder entlang führende Straße trägt
heute sinnfälligerweise diesen Namen. Zu den vorigen Straßennamen
sei folgendes angemerkt: „Prinzenufer - Am Denkmal für den Prinzen
Leopold von Braunschweig, der am 27. April 1785 seinen Tod in den
Hochwasserfluten der Oder fand.“ *1 |
Leopold, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, Maximilian Julius, geb.
11.10.1752 Wolfenbüttel, gest. 27.04.1785 Frankfurt (Oder).
L., ein Neffe des preußischen Königs Friedrich II., war ab 1776
Regimentskommandeur und Stadtkommandant von Frankfurt (Oder). Er war ein
aufgeklärter Fürst, der sich um die Garnison, dabei auch um die
Schulbildung der Soldatenkinder unter Stiftung der Garnisonsschule,
sowie die Stadt Frankfurt (Oder) verdient machte. Am 26. April 1785, als
während eines besonders schweren Frühlingshochwassers bereits die die
Dammvorstadt umgebenen Deiche in akuter Gefahr waren, beteiligte sich
Herzog Leopold zunächst an den Rettungsmaßnahmen über die Oderbrücke
hinweg. Als diese, ebenso wie die Dämme, am nächsten Tag zerstört wurde,
entschloss er sich schließlich zu jener Rettungsfahrt mit einem
Fischerkahn, bei der er ins Wasser stürzte und, vom Schlag getroffen,
starb. Er war 32 Jahre alt geworden. Der Tod des sehr beliebten jungen
Herzogs löste Bestürzung und Trauer in der Stadt aus. Das tragische
Ereignis bewegte aber auch zugleich das literarische als auch das
höfische Deutschland und Europa. *4
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Bild: Frankfurt um 1788. Blick vom Prinzenufer zur Stadt - nach
einer alten Gouache von J. F. Nagel
Quelle: Frankfurt a. d. Oder wie es war und wurde
(siehe
Quellen- und Literaturverzeichnis) |
Leopolddenkmal (1787-1945)
Quelle:
Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg
(siehe
Quellen- und Literaturverzeichnis) |
„Bald nachdem Herzog Leopold den Tod ... gefunden hatte, begann der
Zollinspektor Seydel im Verein mit anderen Verehrern des Herzogs die
Sammlung für die Errichtung eines Denkmals. ... Da der Berliner
Bildhauer Christian Wilhelm Mayer, dem die Ausführung nach Bernhard
Rodes Entwurf übertragen war, vor Vollendung der Arbeit starb, stellte
sein Nachfolger Johann Jacob Mayer das Begonnene fertig. Die
ursprüngliche Absicht, das Denkmal auf einen freien Platz der Stadt zu
stellen, wurde aufgegeben und die Stelle gewählt, wo der Kahn
umgeschlagen war. Am ersten Jahrestage des Todes legte man den
Grundstein, und am 11. August 1787 wurde ... das Denkmal eingeweiht.“ *9
Das Denkmal stand bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg an der Mündung der
Straße An der Seidenfabrik (Mickiewicza Adama).
Pieck, Wilhelm, deutscher Politiker, geb. 1876, gest. 1960; seit 1895 in
der SPD, seit 1918 in der KPD; emigrierte 1933 nach Frankreich und ging
von dort aus in die UdSSR; wurde 1945 Vorsitzender der KPD, 1946 bis
1954 zusammen mit Otto Grotewohl Vorsitzender der SED, 1949 bis 1960
Präsident der DDR. *3
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