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Mieszka I

 

Straße Mieszko I.

Hirtenstraße (Stadtplan 1931)
Torfstraße (Adressbuch 1846)

 

 


Zwischen den beiden Weltkriegen wurde in Frankfurt (Oder) der Wohnungsbau vorangetrieben, vor allem aber in den Außenbezirken. Besonders in der Dammvorstadt wurden neue Straßen angelegt bzw. vorhandene bebaut. Dazu gehören auch die Sternberger Straße und die Hirtenstraße. Die Häuser dieser Straßen erhielten Kanalisation, die Straße selbst wurde gepflastert und mit Beleuchtung versehen.
Die Umbenennung von Torfstraße in Hirtenstraße erfolgte wahrscheinlich wegen des damals außerdem bestehenden Torfweges (Nocznickiego Tadeusza) zur Vermeidung von Verwechslungen. Die Bezeichnung Hirtenstraße nimmt aller Wahrscheinlichkeit nach Bezug auf Viehweiden am Rande der Dammvorstadt.

Mieszko I., Herzog (seit etwa 960), gest. 25.05.992; aus dem Herrschergeschlecht der Piasten, Vater BoIesław I. Chrobry (Chrobrego Bolesława); stand seit 963 in einer zunächst nicht klar definierten Abhängigkeit zum Heiligen Römischen Reich, die 986 in ein Lehnsverhältnis umgewandelt wurde. Nach seiner Heirat mit der böhmischen Prinzessin Dubravka (965/966) nahm er 966/967 das Christentum nach lateinischem Ritus an (968 Errichtung des Bistums Posen). Der Versuch, seine Herrschaft nach Osten auszudehnen, führte u.a. 963 zu Zusammenstößen mit dem Markgrafen Gero und dem sächsischen Grafen Wichmann (Sieg über Letzteren 967); am 24.06.972 konnte er ein Heer des Markgrafen der Ostmark, Hodo, bei Cedynia zurückschlagen. M. unterwarf 967-972 Pommern und eroberte 990 Teile Schlesiens, verlor aber 981 im Osten Grenzgebiete an das Kiewer Reich. Mit der Reichsgewalt stand er trotz gelegentlicher Konflikte in gutem Verhältnis. Um 990 unterstellte er sein Land dem Heiligen Stuhl. *3