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Zwischen den beiden Weltkriegen wurde in Frankfurt (Oder) der
Wohnungsbau vorangetrieben, vor allem aber in den Außenbezirken.
Besonders in der Dammvorstadt wurden neue Straßen angelegt bzw.
vorhandene bebaut. Dazu gehören auch die Sternberger Straße und die
Hirtenstraße. Die Häuser dieser Straßen erhielten
Kanalisation, die Straße selbst wurde gepflastert und mit Beleuchtung
versehen.
Die Umbenennung von Torfstraße in Hirtenstraße erfolgte wahrscheinlich
wegen des damals außerdem bestehenden Torfweges (Nocznickiego Tadeusza)
zur Vermeidung von Verwechslungen. Die Bezeichnung Hirtenstraße nimmt
aller Wahrscheinlichkeit nach Bezug auf Viehweiden am Rande der
Dammvorstadt.
Mieszko I., Herzog (seit etwa 960), gest. 25.05.992; aus dem
Herrschergeschlecht der Piasten, Vater BoIesław I. Chrobry (Chrobrego
Bolesława); stand seit 963 in einer zunächst nicht klar definierten
Abhängigkeit zum Heiligen Römischen Reich, die 986 in ein
Lehnsverhältnis umgewandelt wurde. Nach seiner Heirat mit der böhmischen
Prinzessin Dubravka (965/966) nahm er 966/967 das Christentum nach
lateinischem Ritus an (968 Errichtung des Bistums Posen). Der Versuch,
seine Herrschaft nach Osten auszudehnen, führte u.a. 963 zu
Zusammenstößen mit dem Markgrafen Gero und dem sächsischen Grafen
Wichmann (Sieg über Letzteren 967); am 24.06.972 konnte er ein Heer des
Markgrafen der Ostmark, Hodo, bei Cedynia zurückschlagen. M. unterwarf
967-972 Pommern und eroberte 990 Teile Schlesiens, verlor aber 981 im
Osten Grenzgebiete an das Kiewer Reich. Mit der Reichsgewalt stand er
trotz gelegentlicher Konflikte in gutem Verhältnis. Um 990 unterstellte
er sein Land dem Heiligen Stuhl. *3
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