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Krasińskiego Zygmunta, osiedle

 

Sigmund-Krasinski-Siedlung


Siedlung im Norden von Słubice, die bereits vor 1980 so bezeichnet wurde. Nordwestlich davon, am Oderdamm, am Flusskilometer 588, lag das Forsthaus Kornbusch. Im Adressbuch Frankfurt (Oder) 1940/41 ist dazu der Hinweis “Kornbusch – siehe Forsthaus Kornbusch“ zu finden. Der
Kornbuschweg, der laut Stadtplan von 1934 von der Sonnenburger Straße/Straße nach Trettin (Wojska Polskiego) in Richtung Nord abzweigte, führte aber nicht zum Forsthaus und auch nicht zu diesem Siedlungsgebiet.

Krasiński, Zygmunt, Graf, poln. Dichter, geb. 19.02.1812 Paris, gest. 23.02.1858 Paris; lebte viel in Frankreich, Deutschland und Italien; neben Mickiewicz (
Mickiewicza Adama) und J. Słowacki (Słowackiego Juliusza) der bedeutendste poln. Romantiker. K. stellt in dem Drama „Nie-boska komedia“ (1835; dt. „Ungöttliche Komödie“) den Konflikt zwischen der aristokratischen Ordnung und der revolutionären Bewegung dar. In der christlichen Tragödie „Irydion“ (1836; dt. „Iridion in Rom“) wird am antiken römischen Stoff der poln. Freiheitskampf gegen die russische Herrschaft analysiert. Die Verherrlichung Polens erreicht ihren Höhepunkt in dem allegorisch-visionären Poem „Przedświt“ (1843). In den „Psalmy przyszłości“ (1845; dt. „Die Psalmen der Zukunft“) predigt K. das Martyrium als einzige Möglichkeit der Aufhebung gesellschaftlicher Gegensätze. Große Bedeutung hat K.s Korrespondenz (u.a. „Listy do Delfiny Potockiej“, 3 Bde., hrsg. 1975; daraus dt. „Hundert Briefe an Delfina“) als Chronik und geistiges Panorama der Epoche. *2 *3