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Kopernika Mikołaja

 

Nikolaus-Kopernikus-Straße

Holzhofstraße (Adressbuch 1846)
 

 
 


Kopernika Mikołaja, 2001
Quelle: Archiv Eckard Reiß
 

Diese Straße zweigt gegenüber dem Klinikum von der Mickiewicza Adama (ehem. An der Seidenfabrik) ab und verläuft fast parallel zwischen der Nadodrzańska (ehem. Prinzenufer) und der Wojska Polskiego (ehem. Sonnenburger Straße) Richtung Norden zum jetzigen „Kleinen Markt“, einem beliebten Einkaufsziel der Frankfurter und seiner Gäste, und weiter bis zum Oderdamm (Szczecińska).
 

Adressbuch Frankfurt/Oder 1940/41: „Holzhofstraße - Nach dem alten städtischen, jenseits der Oderbrücke gelegenen Bauhof.“ Auf dem Grundstück Holzhofstraße 1 ist der Ort zu suchen, wo die Leiche des Herzogs Leopold von Braunschweig am 2. Mai 1785 gefunden wurde. *5 Siehe auch Nadodrzańska (ehem. Prinzenufer). Ein Plan der Stadt Frankfurt an der Oder und der Dammvorstadt aus dem Jahre 1785 zeigt den Durchbruch, wo der Herzog verunglückte (am Prinzenufer, heutige Nadodrzańska / Ecke Mickiewicza Adama).

Kopernikus, Nikolaus, Domherr, Arzt und Astronom, geb. 19.02.1473 Thorn (Toruń), gest. 24.05.1543 Frauenburg (Frombork), Ostpreußen. K. hörte 1491 in Krakau (Kraków) die ersten astronomischen Vorlesungen, studierte seit 1496 Rechtswissenschaften in Bologna, seit 1501 Medizin in Padua und promovierte 1503 zum Doktor des Kirchenrechts in Ferrara. Nach Frauenburg zurückgekehrt, wurde Kopernikus Sekretär und Leibarzt seines Onkels. 1510 übernahm er die Verwaltungsaufgaben eines Domherrn zu Frauenburg. Die astronomischen Forschungen, deren Ergebnisse K. berühmt machten, betrieb er stets als Privatmann. Entscheidende Anregungen hierzu erhielt er in Bologna. In Frauenburg arbeitete er 1514-1532 seine Vorstellungen über den Bau des Planetensystems aus. Das erste gedruckte Exemplar des Hauptwerkes erhielt er an seinem Todestage. Der Titel: „De revolutionibus orbium coelestium“ („Über die Umdrehungen der Himmelskörper“).
K. ist der Begründer des heliozentrischen (kopernikanischen) Weltsystems, nach dem im Gegensatz zu dem geozentrischen System des Ptolemäus die Sonne, und nicht die Erde, den Mittelpunkt unseres Planetensystems bildet. Einen Beweis für die Richtigkeit der heliozentrischen Lehre brachten die Untersuchungen Keplers. - Das Hauptwerk von Kopernikus enthält auch einen kurzen Abriss der Trigonometrie und führte die Funktion Sekante (secans) ein. *2 *3 *4