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Von der
Sienkiewicza Henryka (Schützenstraße) nach Süden abzweigende und zur
Wandy (ehem. Bruchstraße) führende Straße, deren Wohnhäuser von der
Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft e. G. m. b. H., der „Gewoba“,
gebaut wurden. *1 Diese Anfang der 30er Jahre des vorigen Jh. erbauten
Wohnhäuser sind auch heute noch vorhanden.
Diese Straße könnte kurzzeitig den Namen Faber, eines Frankfurter
Sozialdemokraten, getragen haben. Unter diesem Namen ist sie jedenfalls
auf einem Stadtplan von 1931 verzeichnet, in Adressbüchern allerdings
war sie nicht aufzufinden. Den Namen Faber trägt seit Ende der 40er
Jahre des vergangenen Jh. eine Straße in Frankfurt (Oder), westlich der
Oder.
Faber, Emil, Politiker, geb. 27.06.1861 Küstrin, gest. 1930 Frankfurt
(Oder). 1882 kam F. als Schuhmacher von Küstrin nach Frankfurt (Oder)
und wurde einer der maßgeblichen Führer der Sozialdemokratie. 1886
gründete er eine mechanische Schuhfabrik. Am 01.04.1890 wurde auf
Initiative von Faber, nach Aufhebung des Sozialistengesetzes, die erste
sozialdemokratische Tageszeitung der Mark Brandenburg, die „Märkische
Volksstimme“, gegründet. 1908 zog er als einer der ersten
Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung ein. Bei der
Ersatzwahl für ein Abgeordnetenmandat im Reichstag kam es am 15.09.1910
zu einer Stichwahl zwischen dem nationalliberalen Kandidaten,
Archivdirektor Geheimrat Dr. Winter aus Magdeburg und dem
Sozialdemokraten, Schuhmachermeister Faber aus Frankfurt (Oder), der am
26. September zum Reichstagsabgeordneten gewählt wurde. F. war 1918
Zweiter Vorsitzender des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrates. 1919
erhielt er als Spitzenkandidat der SPD im Wahlkreis Frankfurt das Mandat
für den preußischen Landtag, dem er bis 1930 angehörte. *4
Kattowitz, poln. Katowice, Hauptstadt der Wwschaft Katowice (Kattowitz),
Polen, auf der Oberschlesischen Platte, 359.900 Ew.; kath. Bischofssitz;
Zweigstelle der Poln. Akademie der Wissenschaften und der Akademie der
Schönen Künste, Schlesische Universität (1968 gegr.) und vier weitere
Hochschulen, Bergbauinstitut, Schlesisches Geschichts- und
Diözesanmuseum, Schlesisches Theater, Planetarium, Schlesische
Philharmonie, zoologischer Garten. K. ist das Zentrum des
Oberschlesischen Industriegebiets; Steinkohlenbergbau, Eisen- und
Zinkhütten, Maschinenbau, chemische, elektrotechnische und
Druckindustrie. - Das Stadtbild wird v.a. von Gebäuden aus dem 19. Jh.
geprägt. - K., um 1590 als Gärtnersiedlung gegründet (1598 belegt), nahm
erst mit der um 1800 einsetzenden industriellen Entwicklung seinen
Aufschwung (1825: 675 Ew.; 1865: 4.815 Ew.; 1905: 35.772 Ew.); 1865
wurde K. Stadt. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel K. an Polen. 1953-1956
trug die im Zweiten Weltkrieg kaum zerstörte Stadt den Namen „Stalinogród“.
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Kiliński, Jan, poln. Freiheitskämpfer, geb. 1760, gest. 1819; von Beruf
Schuhmachermeister, gehörte neben T. Kościuszki (Kościuszki Tadeusza)
zu den Führern des Warschauer Aufstandes vom 17.04.1794. Seit 1795 war
K. mehrere Jahre in Petersburg eingekerkert. *2
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