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Jedności Robotniczej

 

Straße der Arbeitereinheit

Armii Czerwonej - Straße der Roten Armee,1945 *26 *28
Friedrichstraße (Adressbuch 1897)

Diese Straße führt, vom Roßmarkt (Przyjaźni, plac) kommend, direkt auf die Oderbrücke zu. Ab der Mickiewicza Adama (der ehem. Straße „An der Seiden-fabrik“) ist sie neuerdings Fußgängerzone. Die Friedrichstraße - ebenso wie die anschließende Sonnenburger Straße (Słowackiego Juliusza) - hieß ab dem 1. Oktober 1945 Armii Czerwonej. Dieser Name wurde in einem Protokoll des Słubicer Städtischen Nationalrates vom 7. November 1947 noch benutzt. *26 *28 Die Umbenennungen in die heutigen Straßen-namen kann man um 1948 vermuten.
 

Jedności Robotniczej, 2002
Foto: Walter Hausdorf



In der Jedności Robotniczej Nr.18 befindet sich die Stadtbibliothek Słubice. Ihr angeschlossen sind Filialen in Kunowice und anderen Ortschaften in der ganzen Gemeinde, und seit dem Jahr 1999 auch des Kreises Słubice. In der Erwachsenenabteilung befinden sich zwei Leseräume mit Plätzen für ca. 80 Leser und Leserinnen. Seit 1995 sind manche Dienste computerisiert, und seit ein paar Jahren ist der Zugang zum Internet gegeben. Im Jahr 2001 wurde ein Raum für die Regionalabteilung vorbereitet. Die Kinderabteilung ist ganz in den Händen von Kindern. An den Wänden hängen plastische Werke der kleinen Leser.

Es gibt auch Sammlungen von Wörterbüchern und multimedialer Enzyklopädien. Zur Verfügung der blinden Leser stehen Bücher auf Kassetten, die sog. „gesprochenen“ Bücher. Sehr oft werden Treffen mit Schriftstellern organisiert. *21


„Friedrichstraße - Kaiser Friedrich III. 1831-1888“, so heißt es in Adressbüchern von Frankfurt (Oder).
Friedrich, als Kronprinz Friedrich Wilhelm genannt, Kaiser (seit 09.03.1888) und König von Preußen (als Friedrich III., seit 09.03.1888), geb. 18.10.1831 Potsdam, gest. 15.06.1888 Potsdam, Sohn Wilhelms I.; Vater Wilhelms II., verheiratet 1858 in London mit der britischen Prinzessin Viktoria, die starken Einfluss auf seine liberale Einstellung hatte. Im Deutschen Krieg 1866 hatte er wesentlichen Anteil am Sieg von Königgrätz, im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 am Sieg von Sedan und der Einschließung von Paris. In der Frage der Reichsgründung 1870/71 wollte F. widerstrebende dt. Fürsten notfalls mit Gewalt in ein unitarisches Reich zwingen. Dieses ausgeprägte monarchische Bewusstsein stand in Widerspruch zu seinen liberalen Neigungen, die ihn mehrfach in starken Gegensatz zur Politik Bismarcks brachten. Der Regierungszeit F.s galten die Hoffnungen des liberalen und freisinnigen Bürgertums. F. starb nach nur 99 Tagen Regierung („Neunundneunzig-Tage-Kaiser“) an Kehlkopfkrebs. *3