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Zwischen den beiden Weltkriegen wurde in Frankfurt (Oder) der
Wohnungsbau vorangetrieben, vor allem aber in den Außenbezirken.
Besonders in der Dammvorstadt wurden neue Straßen angelegt bzw.
vorhandene bebaut. Dazu gehören auch die Sternberger Straße und die
Hirtenstraße (Mieszka I). Die Häuser dieser Straßen erhielten
Kanalisation, die Straße selbst wurde gepflastert und mit Beleuchtung
versehen. *5
Als die Sternberger Straße Ende der 20er Jahre des vorigen Jh. neu
angelegt wurde, war sie von der Ausdehnung her wesentlich kürzer als
1940. Von da an war sie bereits bis an die Straße An der Wachsbleiche
(ebenfalls
Konstytucji 3 Maja) herangeführt.
Torzym (Sternberg), Gemeinde in der Lebuser Wwschaft; am Flüsschen -
Ilanka - dt. Eilang - (rechter Zufluss der Oder) und am kleinen
Sternberger See gelegen. Im 13. Jh. Piastenburg, dann im Besitz der
Brandenburger Markgrafen; teilte politisches Schicksal mit dem Lebuser
Land; 1375 Stadtrecht unter dem dt. Namen Sternberg; von 1450-1724
gehörte die Stadt der Burgfamilie von Winnig; Wirtschaftsentwicklung im
19. Jh. verbunden mit der 1869 in Betrieb genommenen Bahnverbindung; in
der Zwischenkriegszeit ein bekanntes Ferien- und Urlaubszentrum; während
des Zweiten Weltkrieges größtenteils zerstört (etwa 85 %), seit 1945
befindet sich T. auf poln. Gebiet, wiedererbaut 1945-1993, verlor die
Stadtrechte. - 2.500 Einwohner (1994); wichtiges Landwirtschafts-,
Forstwirtschafts- und Erholungszentrum; Spezialkrankenhaus für
Tuberkulose- und Lungenkrankheiten; elektrotechnische und
Baustoff-Industrie. *3
Jagiełło (poln.), litauisch JogaiIa, Großfürst von Litauen (seit 1377)
und als Władysław II. König von Polen (seit 1386), geb. um 1351, gest.
01.06.1434 Gródek (Wwschaft Bialystok); folgte seinem Vater Algirdas als
Großfürst. 1385 schloss er mit Polen die Union von Krewo und bestieg
nach seinem Übertritt zum Christentum und seiner Vermählung mit der poln.
Thronerbin Hedwig (Królowej Jadwigi) den Thron; die Großfürstenwürde
von Litauen überließ er seinem Vetter Witold, der ihm treuepflichtig
blieb. Durch den Sieg über den Deutschen Orden in der Schlacht bei
Tannenberg (Grunwald) (1410) gewann er im 1. Thorner Frieden (1411) das
1398 verlorene Schamaiten (Samogitien) zurück. 1400 reorganisierte er
die Univ. von Krakau (gegr. 1364), die seitdem nach ihm als
Jagiellonische Universität bezeichnet wird. J. ist der Begründer der
litauisch-polnischen Dynastie der Jagiellọnen; sie herrschte 1386 bis
1572 in Polen und Litauen, 1471 bis 1526 in Böhmen und 1490 bis 1526 in
Ungarn. *2 *3
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