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Jagiełły Władysława

Ladislaus-Jagal-Straße

Sternberger Straße (Adressbuch 1928/29)
 

Jagiełły Władysława, 2002
Quelle: Archiv Eckard Reiß


Zwischen den beiden Weltkriegen wurde in Frankfurt (Oder) der Wohnungsbau vorangetrieben, vor allem aber in den Außenbezirken. Besonders in der Dammvorstadt wurden neue Straßen angelegt bzw. vorhandene bebaut. Dazu gehören auch die Sternberger Straße und die Hirtenstraße (Mieszka I). Die Häuser dieser Straßen erhielten Kanalisation, die Straße selbst wurde gepflastert und mit Beleuchtung versehen. *5

Als die Sternberger Straße Ende der 20er Jahre des vorigen Jh. neu angelegt wurde, war sie von der Ausdehnung her wesentlich kürzer als 1940. Von da an war sie bereits bis an die Straße An der Wachsbleiche (ebenfalls
Konstytucji 3 Maja) herangeführt.

Torzym (Sternberg), Gemeinde in der Lebuser Wwschaft; am Flüsschen - Ilanka - dt. Eilang - (rechter Zufluss der Oder) und am kleinen Sternberger See gelegen. Im 13. Jh. Piastenburg, dann im Besitz der Brandenburger Markgrafen; teilte politisches Schicksal mit dem Lebuser Land; 1375 Stadtrecht unter dem dt. Namen Sternberg; von 1450-1724 gehörte die Stadt der Burgfamilie von Winnig; Wirtschaftsentwicklung im 19. Jh. verbunden mit der 1869 in Betrieb genommenen Bahnverbindung; in der Zwischenkriegszeit ein bekanntes Ferien- und Urlaubszentrum; während des Zweiten Weltkrieges größtenteils zerstört (etwa 85 %), seit 1945 befindet sich T. auf poln. Gebiet, wiedererbaut 1945-1993, verlor die Stadtrechte. - 2.500 Einwohner (1994); wichtiges Landwirtschafts-, Forstwirtschafts- und Erholungszentrum; Spezialkrankenhaus für Tuberkulose- und Lungenkrankheiten; elektrotechnische und Baustoff-Industrie. *3

Jagiełło (poln.), litauisch JogaiIa, Großfürst von Litauen (seit 1377) und als Władysław II. König von Polen (seit 1386), geb. um 1351, gest. 01.06.1434 Gródek (Wwschaft Bialystok); folgte seinem Vater Algirdas als Großfürst. 1385 schloss er mit Polen die Union von Krewo und bestieg nach seinem Übertritt zum Christentum und seiner Vermählung mit der poln. Thronerbin Hedwig (Królowej Jadwigi) den Thron; die Großfürstenwürde von Litauen überließ er seinem Vetter Witold, der ihm treuepflichtig blieb. Durch den Sieg über den Deutschen Orden in der Schlacht bei Tannenberg (Grunwald) (1410) gewann er im 1. Thorner Frieden (1411) das 1398 verlorene Schamaiten (Samogitien) zurück. 1400 reorganisierte er die Univ. von Krakau (gegr. 1364), die seitdem nach ihm als Jagiellonische Universität bezeichnet wird. J. ist der Begründer der litauisch-polnischen Dynastie der Jagiellọnen; sie herrschte 1386 bis 1572 in Polen und Litauen, 1471 bis 1526 in Böhmen und 1490 bis 1526 in Ungarn. *2 *3