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Drzymały Michała

 

Michal-Drzymala-Straße

Sandfurtweg (Adressbuch 1926/27)
 

Diese Straße im Norden der Stadt zweigt von der Wojska Polskiego (ehem. Sonnenburger Straße) ab und ist heute Zufahrt für eine Siedlung.
Zur Namensgebung dieser Straße heißt es im Adressbuch Frankfurt/Oder 1940/41: „Sandfurtweg - Alte Geländebezeichnung, sandiger Uebergang im alten Oderbruch.“
Westlich der Oder, im Frankfurter Ortsteil Kliestow, trägt eine Straße den Namen Sandfurt, benannt nach dem Sandgrund aus der Zeit des Urstromtales. *4 In der Verlängerung in Richtung Osten - über die Oder hinweg - würde diese Kliestower Straße in etwa auf die Drzymały Michała, den ehem. Sandfurtweg, treffen. Auch auf einer Karte von 1846 ist der Verbindungsweg von der späteren Sonnenburger Straße nach Trettin mit „der Sandfort“ bezeichnet. *27

Drzymała, Michał (1857-1937), großpolnischer Bauer; da Drzymała keine Baugenehmigung der preußischen Beamten bekam (aufgrund des antipolnischen Dekrets 1909), wohnte er fünf Jahre lang in einem Zirkuswagen in der kleinen Ortschaft Podgradowice (seit 1939 - Drzymałowo); Drzymałas Zirkuswagen wurde Symbol des Kampfes poln. Bauern gegen den Germanisierungsprozess.