Daszyńskiego Ignacego, 2002
Am Haus Nr. 5 wurde das historische Straßensystem zerschnitten. Die
Mittelstraße schwenkte links ab -
das auf dem Bild nächste Gebäude war die Große Fruchtstraße 2 (Żeromskiego Stefana).
Quelle: Archiv Eckard Reiß |
Daszyńskiego Ignacego, 2002
Neben Wohnblöcken, die zwischen 1945 und 1990 gebaut wurden (Bildmitte: um
1975), sind im
östlichen Teil der ehem. Mittelstraße noch
Häuser aus der Zeit vor 1945 erhalten
Quelle: Archiv Eckard Reiß
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Die heute nach dem poln. Politiker Ignacy Daszyński benannte Straße trug
bis 1945 den Namen Mittelstraße. Im Adressbuch Frankfurt/Oder 1940/41
heißt es dazu: „Mittelstraße - Durchkreuzt die Mitte der Dammvorstadt.“
Damals verband sie die Roßstraße (Mickiewicza Adama)
mit der Krummen Straße (Reja Mikołaja). Heute ist der Straßenverlauf noch der gleiche,
jedoch wurde er durch den Ausbau der vierspurigen Straße
Młodzieży Polskiej,
aleja
unterbrochen. Es ist von der
Młodzieży Polskiej,
aleja
keine Einfahrt in die Daszyńskiego Ignacego mehr möglich.
Daszyński, Ignacy, poln. Politiker, geb. 26.10.1866 Sbarasch (bei
Ternopol), gest. 31.10.1936 Bystra (bei Bielitz-Biala); war 1892
Mitbegründer der Poln. Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Galizien.
Als Abgeordneter im österreichischen Reichsrat (1897-1918) trat er für
eine antikonservative und antirussische Politik sowie für die Errichtung
eines poln. Staatswesens innerhalb der Donaumonarchie ein. Am 07.11.1918
bildete er in Lublin eine erste (provisorische) poln. Regierung, 1920/21
war er stellv. Ministerpräsident, 1921-1928 und 1931-1934 Vorsitzender
des Obersten Rates der Poln. Sozialistischen Partei, 1928-1930
Sejmmarschall (Parlamentspräsident). *3
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