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Chopina Fryderyka

Frédéric-Chopin-Straße

Frauendorfer Straße (Adressbuch 1903)

 



Chopina Fryderyka, 200
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Quelle: Archiv Eckard Reiß


 

Sie ist eine von mehreren Straßen, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges nach Orten der näheren Umgebung östlich der Oder benannt waren. Hier: Frauendorf (heute: Pamięcin), eine Gemeinde nördlich der Dammvorstadt gelegen.
Heute trägt diese Straße, in der sich u.a. die Musikschule befindet, den Namen des polnischen Komponisten und Pianisten Fryderyk Chopin.

Chopin, Fryderyk Franciszek (Frédéric), poln. Komponist und Pianist, geb. 01.03.1810 Zelazowa Wola (bei Warschau), gest. 17.10.1849 Paris. Sohn eines eingewanderten französischen Sprachlehrers und einer Polin; studierte u.a. bei J. Elsner und lebte seit 1831 als berühmter Pianist, Komponist und gesuchter Lehrer in Paris, wo er einen bedeutenden Freundeskreis fand (F. Liszt, H. Berlioz, H. de Balzac, H. Heine, G. Meyerbeer). Ein Lungenleiden zwang ihn 1838 zu einer Kur auf Mallorca, wohin ihn die Schriftstellerin George Sand begleitete. Chopin wurde zum Begründer eines neuartigen Klavierstils, in dem eine hohe Virtuosität völlig im Dienst des poetischen Ausdrucks steht. In der bewussten Beschränkung auf das Klavier als künstlerisches Ausdrucksmittel (Ausnahmen bilden wenige Lieder und Kammermusiken mit Klavier) zeigt sich die geniale Einmaligkeit des Künstlers, der stärksten Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Musik überhaupt genommen hat. Er war einer der Meister des lyrischen Klavierstücks (Nocturnes, Préludes, Impromptus), in das auch die Etüde einbezogen wurde. Das kürzere lyrische Klavierstück konnte auch zu Großformen erweitert werden, z.B. in der bei C. erstmals belegten, rein instrumentalen Ballade. Die Sonaten b-Moll und h-Moll zählen zu den Höhepunkten ihrer Gattung. C.s Klavierstil wirkte über F. Liszt, S. W. Rachmaninow, A. Skrjabin und K. Szymanowski bis ins 20. Jh. *2 *3