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Am Ort
des Wirkens Erwin von Witzlebens – der ehemaligen Kaserne, heute zur
Universität gehörend – trägt die an der Ostseite verlaufende
Verkehrslinie zwischen der August-Bebel-Straße und der
Josef-Gesing-Straße den Namen des Offiziers des militärischen
Widerstandes. |
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Witzlebenstraße, 2001 |
Witzleben, Erwin von, Militär, Widerstandskämpfer, geb. 04.12.1881
Breslau, gest. 08.08.1944 Berlin-Plötzensee (hingerichtet).
Der aus einer alten Offiziersfamilie stammende W. nahm nach dem Besuch
der Kadettenanstalten in Wahlstatt und Berlin-Lichterfelde als Offizier
am Ersten Weltkrieg teil und wurde danach in die Reichswehr übernommen,
in der er eine erfolgreiche Karriere machte. W. war von September 1931
bis September 1933 als Oberst Kommandeur des 8. Infanterie-Regiments in
Frankfurt (Oder). Während seiner Dienstzeit in Frankfurt (Oder) wohnte
er in der Hohenzollernstraße 10, der heutigen
Rudolf-Breitscheid-Straße. Danach war W. Befehlshaber im
Berlin-Brandenburger Wehrkreis III, seit 1938 Heeresgruppenführer in
Frankfurt/Main und beteiligte sich während der Sudetenkrise an den
Vorbereitungen eines Staatsstreiches. Im Zweiten Weltkrieg führte er im
Westen die 1. Armee, wurde Generalfeldmarschall, im März 1942 jedoch als
Oberbefehlshaber der Heeresgruppe D in Frankreich entlassen. W. trat mit
Ludwig Beck an die Spitze des militärischen Widerstandes und war bereit,
nach dem von ihm gebilligten Attentat des Claus Graf Schenk von
Stauffenberg den Oberbefehl über die Wehrmacht zu übernehmen. Nach dem
Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 wurde W. verhaftet, vom
Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 08.08.1944 in
Berlin-Plötzensee hingerichtet.
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