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Winsestraße

1914

Zentrum, Obere Stadt
15230

Privatstraße, 1909

Nach einer verdienstvollen Frankfurter Familie ist die ehemalige Mendesche Privatstraße benannt, die von der Ebertusstraße zur Leipziger Straße führt.

Die aus Berlin kommende, verzweigte Kaufmannsfamilie hatte sich Ende des 14. Jh. auch in Frankfurt (Oder) niedergelassen und gehörte hier zu den führenden patrizischen Geschlechtern. 1430 ist zum 1. Januar in Lübeck unter den Herren Ratssendboten der Städte der Deutschen Hanse „von Vrankenvorde: Merten van Winsen“ aufgeführt.

Unter den bedeutenden Persönlichkeiten befinden sich vor allem:
Wins, Albrecht, auch Winse, Winß, Bürgermeister, gest. 16.07.1583.
Wins, Christoph, Bürgermeister, gest. 20.06.1553.
Wins, Andreas, Mediziner, gest. 1529 Frankfurt (Oder).
Wins, Claus, Bürgermeister, (15./16. Jh.), siehe auch: Weinberge.

Ein Testament des Patriziers Albrecht Wins von 1545 weist auf den von ihm veranlassten Neubau der Georgenkirche hin. Namens der Familie Wins(e) setzte er eine Almosenstiftung aus, die jedem Armen alle Quartale einen Groschen zusprach. Auch für vielleicht in Armut geratene eigene Familienmitglieder wurde Vorsorge in finanzieller Hinsicht durch zwei mögliche Freistellen getroffen. 1558 hinterlegte man beim Rat die bedeutende Summe von 1000 Gulden, wofür dieser eine jährliche Rente von 60 Gulden für Hospital- und andere Wohltätigkeiten zu verwenden hatte.

Andreas Wins war Professor an der Universität Frankfurt (Oder) und im Sommersemester 1522 Rektor der Viadrina.