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Eine neu
geplante und 1982 fertig gestellte Straße im Neubaugebiet Neuberesinchen
wurde nach dem 1944 ermordeten Pädagogen und Arbeiterführer Ernst
Schneller benannt. S. wurde 1890 geboren, wurde 1920 Mitglied der KPD
und war 1924 bis 1929 Mitglied des ZK der KPD; 1930 verhaftet, gehörte
er zur illegalen Leitung des Widerstandskampfes im KZ Sachsenhausen.
Nach der Wiedervereinigung erfolgte die Umbenennung in Wimpinastraße. |
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Konrad Wimpina |
Wimpina, Konrad, eigentl. K. Koch, kath. Theologe, geb. um 1460
Buchen/Wimpfen (?), gest. 10.03.1531 (17.05.1531) Benediktinerabtei
Amorbach, Franken, wo auch sein Grab ist.
W. (mit bürgerlichem Namen Konrad Koch), studierte seit 1479 in Leipzig.
1481 avancierte er zum Baccalaureus, 1485 zum Magister. Damit begann
seine Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig. Im gleichen Jahr nahm er
sein Theologiestudium auf. Seit 1491 Professor, wurde er 1494 Rektor der
Universität in Leipzig, 1492 erlangte er eine Kollegiatur im großen
Fürstenkolleg, die ihm finanzielle Unabhängigkeit brachte. 1501 empfing
er die Priesterweihe. Am 05.01.1502 erhielt W. durch den päpstlichen
Legaten, Kardinal Peraudi, den Doktorhut. W´s vielfältige
wissenschaftliche Leistungen, in mehrfach aufgelegten Werken
niedergelegt, sowie seine organisatorischen Fähigkeiten bewogen den
Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg W. als Gründungsrektor für die
neue Universität nach Frankfurt (Oder) zu berufen. W. machte sich um die
1506 gegründete Alma Mater verdient, um ihre Einrichtung und die
Organisierung des Studienbetriebes (Anhaltspunkt war die Universität
Leipzig, gleich ihr wurde die Viadrina in einer Messestadt angesiedelt,
es gelang W., als ersten Rektor, 46 Magister und Doktoren nach Frankfurt
(Oder) zu berufen, die Zahl der Erstimmatrikulanten betrug 917, mehr als
je eine andere Universität vorher erreicht hatte). Er war selbst einer
der führenden Professoren der neuen Hochschule. Zu vermerken ist seine
Sorge für soziale Einrichtungen (Stipendien), seine Rektoratserlasse
festigten die Universitätsverfassung, er schuf ein solides Fundament.
Als theologischer Gegner Luthers, verfasste W. Schriften gegen Luthers
Lehre, die 1528 unter dem Titel Anacephaleosis erschienen. W. nahm 1530
als theologischer Berater des Kurfürsten von Brandenburg am Augsburger
Reichstag teil und gehörte zu den Mitverfassern der Confutatio, der
Widerlegung des Augsburger Bekenntnisses. W. verkörperte als Dominikaner
die Geisteshaltung der antireformatorischen Scholastik und unterstützte
den an der Viadrina promovierenden Dominikaner und Ablassprediger Tetzel,
was letztlich zum Abwandern vieler Studenten nach Wittenberg führte. W.
starb am 10.03.1531 im Kloster Amorbach. Mit seinem Vermögen bedachte er
Arme und Verwandte seiner Heimat. Er wurde in der Pfarrkirche in Buchen
begraben. Ein Denkstein, auf dem er lebensgroß dargestellt ist, befindet
sich noch an der Grabstelle. Buchen ehrte das Andenken an W. und
benannte den Platz am neuen Rathaus nach ihm, die katholische Kirche
Buchens erbaute das Wimpina-Haus.
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