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Wieckestraße |
1991 |
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Zentrum,
Obere Stadt |
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Wieckestraße - |
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Weinert,
Erich, Schriftsteller, geb. 04.08.1810 Magdeburg, gest. 20.04.1953
Berlin. KPD-Mitglied, Spanienkämpfer 1936-39, Vorsitzender des
Nationalkomitees Freies Deutschland. 1945 wurde W. Vizepräsident der
Zentralverwaltung für Volksbildung in Berlin (Ost). Die Oberschule – so genannt wegen der ursprünglichen Nachbarschaft mit der Oberkirche (Marienkirche) – fand 1824 in dem ehemaligen Universitätsgebäude, nunmehr in der Nähe der Unterkirche, ihr Unterkommen. Hier wurde Wieckes Wirkungsstätte als Schulmann. Nur vier aufsteigende Klassen fand der neue Rektor vor. Durch sein Wirken wurde ihr schon vier Jahre später der Rang einer höheren Bürgerschule zuerkannt. Bei seinem Scheiden aus dem Amt ließ er sie dann als eine Realschule erster Ordnung mit elf, samt einer Vorschule mit fünf Klassen zurück. Als Lehrer, Direktor der Oberschule Frankfurt (Oder) und als Mitglied der Schuldeputation gehörte er Jahrzehnte lang zu den ideenreichen Gestaltern hiesiger Bildungspolitik und erwarb sich große Verdienste um das städtische Schulwesen. W. war ein überzeugter Anhänger Pestalozzis. Ende August 1848 wurde der „Verein zur Emancipation der Schule“ durch W. – angeregt durch die Berliner Lehrerkonferenz im April gleichen Jahres – gegründet. Im September 1848 wurde die 2. Brandenburger Provinziallehrerkonferenz nach Frankfurt (Oder) mit der Forderung nach Reform des Erziehungswesens einberufen, die W. leitete. W., der bestrebt war, neben exakter Bildungsarbeit auch einen wirksamen Einfluss auf die humane Lebenseinstellung auszuüben, wünschte auch immer wieder eine staatliche Ausbildung begabter Kinder vermögensloser Eltern. So hatte der Schulmann unter diesem Gesichtspunkt 1870 eine Stiftung ins Leben gerufen und entwarf dazu die Statuten. Die Stipendien sollten Oberschülern gegeben werden, die „die Entlassungsprüfung bestanden, zufolge des Abgangszeugnisses sich als fleißige und sittlich gute Schüler bewährt haben und zu ihrer weiteren theoretischen und praktischen Ausbildung der Unterstützung bedürfen“. W. verlangte, dass dabei nur der Grad der Bedürftigkeit entscheidet und nicht „das religiöse Bekenntnis, der Stand oder der gewählte Beruf“. Die Stadt hält das Andenken an W. dadurch lebendig, dass sie jene Straße, die an dem am 25. April 1911 eingeweihten damaligen neuen Realgymnasium, dem heutigen Karl-Liebknecht-Gymnasium, vorbeiführt, nach ihm benannte. |