.

Thilestraße

1885

Zentrum, Obere Stadt
15234

Von der Fürstenwalder Straße in Richtung Süden führende Straße.

Thile, Louis Gustav von, Militär, Politiker, geb. 11.01.1781 Dresden, gest. 21.11.1852 Frankfurt (Oder).
Der Sohn eines preußischen Generalmajors trat 1795 in den preußischen Militärdienst ein. 1804 kam er zum Generalstab, wurde 1812 vortragender Adjutant bei König Friedrich Wilhelm III. und Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements und 1818 Generalmajor. T. war dann Landwehrbrigade-Kommandeur in Berlin, seit 1829 zugleich Generaladjutant des Königs und seit 1830 Kommandeur einer Infanteriedivision. Seit 1838 Staatsrat und Präses der Generalordenskommission, wurde er 1849 von König Friedrich Wilhelm IV. zum Vortragenden Rat in allgemeinen Landesangelegenheiten ernannt. 1841 erhielt T. als Geheimer Staats- und Kabinettsminister das Portefeuille des Schatzamtes und wurde 1844 General der Infanterie. T. nahm am 31.03.1848 den Abschied von seinem Dienst und zog sich nach Frankfurt (Oder) zurück. Er erwarb sich Verdienste um die Gründung des „Vereins für Innere Mission zu Frankfurt“, der zur Milderung sozialer Probleme beitrug. Seine Beisetzung erfolgte auf dem Alten Friedhof, jetzt Kleistpark.

Marie von Thile stand bis zu ihrem Tod im Jahre 1865 dem vom Frauen-Verein für Innere Mission in Frankfurt (Oder) gestifteten Kinderkrankenhaus westlich der Ziegeleistraße, der heutigen Heilbronner Straße, vor.