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Spartakusring

1977

Neuberesinchen
15232

Der Rat der Stadt beschloss am 30.11.1977 auf seiner 24. Sitzung u.a. für den 1. Wohnkomplex in Neuberesinchen solche Straßennamen, die den revolutionären Traditionen gewidmet waren,
hier: Spartakusring.
Siehe auch: Aurorahügel, Friedenseck, Kommunardenweg und Straße des Roten Oktober (jetzt Johann-Eichorn-Straße). Eine Begründung für die Namensgebung ist im Beschluss nicht enthalten. So könnte die Namensgebung auf den Führer des Sklavenaufstandes um 74 bis 71 v.u.Z., Spartacus, zurückzuführen sein. Wahrscheinlicher jedoch ist, das der Spartakusbund für die Namensgebung als Vorbild diente.
Spartacus, gefallen 71 v.u.Z., Sklave aus Tharakin; Führer des größten antiken Sklavenaufstandes 74 bis 71 v.u.Z., an dem mehr als 60.000 Sklaven und arme Freie teilnahmen. Nach Siegen über die römischen Legionen wurde S. von Crassus geschlagen. S. fiel, 6.000 der Überlebenden wurden gekreuzigt.
Spartakusbund – Vereinigung der deutschen Linken unter Führung von Karl Liebknecht (Karl-Liebknecht-Straße), Rosa-Luxemburg (Rosa-Luxemburg-Straße), Franz Mehring (Franz-Mehring-Straße), Clara Zetkin (Clara-Zetkin-Ring) u.a. Der Spartakusbund konstituierte sich am 11.11.1918 aus der Spartakusgruppe die 1916 aus der Gruppe Internationale hervorgegangen war; noch als Spartakusgruppe 1917 unter Vorbehalt politisch ideologischer Selbstständigkeit. Anschluss an die USPD. Aus dem Spartakusbund entstand 1918 die KPD.

Der Stadtteil Neuberesinchen stellte, was die Entwicklung der Stadt Frankfurt (Oder) betrifft, alles bisherige in den Schatten. Nach Vorbereitungen im Jahr 1976 wurde im Juli 1977 am Spartakusring mit der Montage des ersten Wohnblocks begonnen. Im November 1977 war er bezugsfertig.