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Sandgrund

1933

Süd
15236

Vor 1740 bereits als Flurname „Sand Ort“ nachweisbar. Ausgedehnte Kiesvorkommen zwischen Damaschkeweg, Weinbergweg und dem Fernsehturm wurden in dieser Gegend über 150 Jahre abgebaut. Ganze „Berge“ wurden abgetragen, so z.B. der Eierberg auf dem Areal des heutigen Stadtteilzentrums Süd. Am nahegelegenen Sandgrund entstand 1931/32 eine Stadtrandsiedlung mit schlichten Holzbauten und je 1000 m² Gartenland, von denen einige noch vorhanden sind. Sie sind Teil der sog. „100-stelligen Erwerbslosensiedlung“, deren zweites Areal sich in der Meurerstraße und Riebestraße befindet. Hundert verheiratete Erwerbslose, die fast alle mehrere Kinder hatten, arbeiteten „200 Tagwerke“ zu acht Stunden für ihre und andere zur gleichen Nachbarschaft zählenden Grundstücke sowie für die zugehörigen Gemeinschaftsanlagen. Die Siedler bekamen 1932 ihre Stelle auf drei Jahre verpachtet und anschließend ein Erbbaurecht bis 1998 zu relativ günstigen Bedingungen.