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In Erweiterung des 4. Wohnkomplexes Neuberesinchen entstand 1982 die Hans-Beimler-Straße.
Beimler, Hans, 1895-1936 (gefallen), Funktionär der KPD; Mitglied der KPD seit ihrer Gründung; 1933 Verhaftung und Flucht aus dem KZ Dachau; in Spanien Kommissar im Thälmann-Bataillon der XI. Internationalen Brigade.
Sabinus, Georg, eigentlich G. Schuler oder Schüler, Dichter, geb. 23.04.1508 Brandenburg (Havel), gest. 02.12.1560 Frankfurt (Oder)
S. war der Sohn des Bürgermeisters der Altstadt Brandenburg, Balthasar Schüler und seiner Ehefrau Agneta, geb. Crusin. S. studierte 1523/24 in Wittenberg und lebte 10 Jahre im Hause Melanchthons, den er 1530 zum Augsburger Reichstag begleitete. 1533 reiste S. nach Italien, wo er durch die Empfehlungen Melanchthons mit bedeutenden Persönlichkeiten bekannt wurde. 1536 heiratete er die 14-jährige Anna, die Tochter seines Mentors Melanchthon, und wohnte in der Junkerstraße 22
(Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße). Es wurde eine unglückliche Ehe. Nach dem Zerwürfnis stirbt Anna 1547 in Königsberg und Georg Sabinus heiratet 1550 ein zweites Mal. 1538 wurde S. von Kurfürst Joachim II. als ordentlicher Professor der Poesie und Beredsamkeit an die Viadrina berufen. S. wurde zum Haupt der frühen Frankfurter Philippisten. Der lutherische Humanist verkörperte die charakteristische Vierheit: Gelehrter, Rhetor, Dichter und Diplomat. Aufgrund seiner Beredsamkeit und Geschicklichkeit in öffentlichen Geschäften bewundert, versah er zugleich diplomatische Dienste. So begleitete er seinen Kurfürsten 1541 nach Regensburg zu Friedensverhandlungen. Auf dem Regensburger Reichstag wurde S. durch Kaiser Carl V. in den Adelsstand erhoben. Bis 1543 lehrte S. in Frankfurt (Oder) Rhetorik und beeinflusste, gemeinsam mit Willich
(Willichstraße), als Gegenpart zu den „Papisten“ der Viadrina die Geisteshaltung im philippistischen Sinne. 1544 folgte er dem Ruf nach Preußen, wurde Gründungsrektor der Universität Königsberg, die er nach dem Modell in Wittenberg einrichtete. 1555 kehrte S. als kurfürstlicher Rat und Professor an die Viadrina zurück und vertrat seinen Herren als Diplomat in Polen und Italien. S. war mehrfacher Rektor der Viadrina. Als neulateinischer Dichter veröffentlichte er u. a. sechs Bücher Elegien (1530/31), Epigramme und Heudekasyllaben. In diplomatischer Mission nach Italien erkrankte er und verstarb an den Folgen 1560 in Frankfurt (Oder). Seine Beisetzung erfolgte in einem ausgemauerten Grab vor dem Hauptaltar der Marienkirche.
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