|
Im Zuge der weiteren siedlungsmäßigen Ausdehnung der Stadt nach Westen entstand dieser Weg bereits Anfang der 20er Jahre des vorigen Jh. Er wurde auf seiner ganzen Länge
Immenweg genannt. Die Namen Tilsiter Straße und wenige Jahre später der jetzige Straßenname betreffen nur die Verbindungsstraße zwischen
Wieselspring und
Friedrich-Ebert-Straße.
Wagner, (Wilhelm) Richard, Komponist, geb. 22.05.1813 Leipzig, gest. 13.2.1883 Venedig, beerdigt am 18.02.1883 in Bayreuth.
W. besuchte 1822-1827 die Dresdener Kreuzschule. 1828 erfolgte die Übersiedlung nach Leipzig. Dort besuchte W. das Nikolai-Gymnasium und 1830/31 die Thomasschule. Am 23.02.1831 schrieb sich W. als Student der Musik an der Leipziger Universität ein. Es entstanden die ersten Kompositionen: Kirchenmusik, Ouvertüren, eine unvollendete Oper „Die Hochzeit“. Mit dem Jahre 1833 begannen für den Komponisten, Dirigenten und bedeutenden Musikdramatiker wechselvolle, unruhige sowie mitunter entbehrungsreiche Lebens- und Schaffensjahre: 1833 Korrepetitor in Würzburg, 1834-1836 Musikdirektor am Magdeburger Theater. 1836 Kapellmeister in Königsberg (Kaliningrad), 1837-1839 Riga. In der darauffolgenden Pariser Zeit entstanden die Opern „Rienzi“ und „Der fliegende Holländer“, die 1842 und 1843 in Dresden uraufgeführt wurden. W. wurde zum Sächsischen Hofkapellmeister ernannt. Mit öffentlichen Reden und Artikeln stellte sich W. an die Seite der Aufständischen der Revolution von 1848/49. Steckbrieflich verfolgt flüchtete W. in die Schweiz. Eine Amnestie gestattete zehn Jahre danach die Rückkehr nach Deutschland (1861). Er unternahm Konzertreisen nach Petersburg, Prag und Budapest. 1864 fand W. in dem jungen König von Bayern – Ludwig II. – einen begeistern Anhänger seiner Musik und Theaterpläne. Zum 59. Geburtstag des Komponisten erfolgte die Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses und nach Vollendung 1876 fand die erste geschlossene Aufführung des „Ring der Nibelungen“ statt. In Bayreuth entstand auch sein letztes musikdramatisches Werk das Bühnenweihfestspiel „Parsifal“. Weitere bedeutende Opern sind u.a. „Tannhäuser“, „Lohengrin“, „Tristan und Isolde“.
|