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Ein Beschluss zur Benennung der „Rosengasse“ konnte nicht ermittelt werden. Möglich ist, dass „einfachhalber“ die kleine Straße beim „Lenné-Park“ bei der sog. Innenstadtverdichtung in Bezug zur alten Straße gesetzt wurde, also keine Neubenennung beabsichtigt war. Die alte Straße hieß jedoch „Rosenstraße“ und hatte einen insgesamt anderen Verlauf. Stadtpläne der Jahre um 1700 bis 1953 geben darüber ebenso Auskunft wie Adressbücher, Steuerregister u.ä. Über die Herkunft des Jahrhunderte alten Namens gibt es nicht wenige Vermutungen.
Zwei seien aufgeführt:
Zu Zeiten der Stadtgründung und danach war für die Bebauung reichlich Platz vorhanden. Der Raum hinter der Stadtmauer wurde überhaupt nicht bebaut. Hier lagen oft Gemüse- und Blumengärten, die der dicht hinter der westlichen Stadtmauer entlangführenden Straße den Namen „Rosenstraße“ gegeben haben könnten.
Überwiegend sprach man sich jedoch für die „Rose“, welche im Volksmund für das „unzüchtige Weib“ steht, aus. Die Überlegung ist, dass die Dirnen der Stadt hier wohnten. Bei der eigentlich neuen „Rosengasse“ wurde mit Sicherheit an die Blume gedacht.
In der Rosengasse 36 wurde – nur wenige Jahre nach der Errichtung der Synagoge in der
Richtstraße /
Wollenweberstraße, heutige Straßenführung der
Karl-Marx-Straße – das jüdische Hospital und Krankenhaus am 13. Mai 1838 eröffnet (siehe auch
Dr.-Hermann-Neumark-Straße). Es stand also nordwestlich der heutigen Lenné-Passagen bzw. dem vormaligen Hotel „Stadt Frankfurt“.
Die mittelalterliche Stadtmauer war am längsten und ausgiebigsten in Form der Rückseite der äußeren Häuserreihe in der Rosenstraße erhalten.
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