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Straße, die den
Platz der Einheit zwischen
Franz-Mehring-Straße und
Ernst-Thälmann-Straße nördlich tangiert. Am Haus Nr. 3 wurde 1964 eine Gedenktafel für Rudolf Breitscheid angebracht, die vom Frankfurter Steinbildhaumeister Grams gefertigt wurde. Im Haus Nr. 10 der damaligen Hohenzollernstraße wohnte zwischen 1931 und 1933 der Kommandeur des 8. Infanterie-Regiments Oberst Erwin von Witzleben, der spätere Generalfeldmarschall und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
(Witzlebenstraße). Ein für Frankfurt (Oder) bedeutendes Zeugnis des Jugendstils ist das unter Denkmalschutz stehende Haus Nr. 13 (Sitz der AOK).
Breitscheid, Rudolf, Politiker, geb. 02.11.1874 Köln, gest. 24.08.1944 Buchenwald.
Nach dem Besuch eines Kölner Gymnasiums studierte er in München und Marburg und wurde 1898 promoviert. Anschließend war B. Redakteur bei verschiedenen liberalen Zeitungen in Hamburg und Hannover, danach Geschäftsführer des Handelsvertragsvereins in Berlin (1905-08). B. gehörte seit 1904 der Berliner Stadtverordnetenversammlung und dem Brandenburger Provinziallandtag an. Seit 1916 war er Chefredakteur der „Sozialistischen Auslandspolitik“, die nach dem Krieg unter dem Titel „Der Sozialist“ als wöchentliches Theorieorgan der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) erschien. In der Revolution amtierte er als preußischer Innenminister (November 1918 bis Januar 1919). 1920 wurde er in den Reichstag gewählt und gehörte danach zur engeren Führung der USPD. Nach der Vereinigung von Mehrheitssozialisten (MSPD) und USPD (1922) avancierte er zum führenden Außenpolitiker der Weimarer Sozialdemokratie. 1928 wurde er zum Vorsitzenden der Reichstagsfraktion, 1931 in den Parteivorstand gewählt. Ende März 1933 musste er in die Schweiz, Ende August 1933 nach Frankreich emigrieren. Vor den deutschen Truppen flüchtete er Ende August 1940 nach Südfrankreich. Am 11.12.1941 wurde er an Deutschland ausgeliefert. Nach 10 Monaten Haft überstellte man ihn ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Im September 1943 wurde er ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht, wo er bei einem Luftangriff ums Leben kam.
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