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Wilhelmsplatz, um 1819 |
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Nach der Niederlegung des Gubener Tores sowie des anschließenden Abbruchs der in der Nähe gelegenen Stadtmauer und Auffüllung des Stadtgrabens entstand 1824 ein angewinkelter Platz, der anfangs als „Neuer Markt“ (später Wilhelmsplatz) bezeichnet wurde. „Neuer Markt“ insofern, weil während der Messen auf ihm der Wochenmarkt stattfand. Dieser Platz wurde mit der damaligen Theaterstraße, die über 100 Jahre Postadresse war, und der Straße Halbe Stadt zur ersten Wohnadresse. Theater, Casino, Hotels und Cafés wurden gebaut. Am südlichen Teil des über Eck reichenden Wilhelmsplatzes (im folgenden Kleiner Wilhelmsplatz, heute Zehmeplatz) entstanden Bauten aus märkischem Backstein. Die Hauptpost, die ihrer Bestimmung 1902 übergeben wurde, ist auch heute noch als imposanter Bau mit gleicher Zweckbestimmung zu bewundern. Dieser Gebäudekomplex war bestimmt für die Oberpostdirektion mit der Ober-Postkasse und dem Telegrafen-Zeugamt. Dienstwohnungen für den Ober-Postdirektor sowie den Hauswart gehörten ebenfalls zu diesem Komplex. Die Verantwortlichen der Post verwiesen immer wieder darauf, dass der günstige Standort des Bauwerkes dem ehemaligen Staatssekretär Dr. von Stephan zu verdanken war. Er hatte unter anderem die Verträge für den Ankauf der Bauplätze vollzogen. |