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Benennung der Straße 1919 nach dem in Frankfurt (Oder) aufgewachsenen Großadmiral von Tirpitz.
Tirpitz, Alfred von, Militär, Politiker, geb. 19.03.1849 Küstrin, gest. 06.03.1930 Ebenhausen (heute zu Schäftlarn, Bayern).
T. entstammte einer Beamtenfamilie, wuchs in Frankfurt (Oder) auf, verließ die Schule mit Sekundarreife und wurde 1865 preußischer Seekadett. 1868 besuchte er die Marineschule in Kiel. Über mehrere Stationen im aktiven Dienst – 1888 war er der jüngste Kapitän zur See – wurde er 1897 Staatssekretär im Reichsmarineamt und 1898 preußischer Minister. Der begabte Offizier, den man in der Marine den „Meister“ nannte, gehörte auf dem Höhepunkt seiner Karriere im letzten Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg zu den bekanntesten Gestalten im Umkreis des Kaisers. Er nahm 1916 seinen Abschied und gehörte im Herbst 1917 zu den Begründern der alldeutsch-nationalistischen Vaterlandspartei. Dem Reichstag der Weimarer Republik gehörte der Großadmiral als Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei von 1924 bis 1928 an. 1925 gelang es ihm, Hindenburg für die Reichspräsidentenkandidatur zu gewinnen.
Nagel, Otto, Maler, Graphiker, geb. 27.09.1894 Berlin, gest. 12.07.1967 Berlin.
Der Sohn eines Tischlers war nach einer Glasmalerlehre (um 1908) Transportarbeiter und Bergmann. Seit 1915 SPD-Mitglied, engagierte er sich seit 1917 in der USPD und der Spartakusgruppe und seit 1918 in der KPD. 1921 beteiligte er sich an der Gründung der Künstlerhilfe und der Internationalen Arbeiterhilfe. N. organisierte u.a. die 1. Allgemeine Deutsche Kunstausstellung in der Sowjetunion (1924). 1926-33 war er Mitglied des Bundes Revolutionärer Künstler Deutschlands. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurden seine Werke beschlagnahmt und zum Teil vernichtet. N. erhielt 1934 Malverbot und wurde 1936/37 im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. 1945 war er einer der Gründer des Kulturbundes, trat 1946 der SED bei, gehörte dem brandenburgischen Landtag und 1950-54 der Volkskammer an. 1948 zum Prof. ernannt, wirkte N. bei der Gründung der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost) mit, als deren Präsident er 1956-62 amtierte. 1953-59 war er Vorsitzender des Verbandes bildender Künstler Deutschlands. Als freischaffender Maler widmete sich N. insbesondere der Darstellung des Arbeiterlebens (Arbeiterbrautpaar, 1929); daneben schuf er vor allem Berliner Stadtansichten. N., der mit dem Ostberliner Goethe-Preis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte u.a. „Berliner Bilder“ (1955) und „Heinrich Zille“ (1955, 1963).
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