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Oberkirchplatz

1996

Zentrum
15230

Oberkirchplatz, 1848
Platz an der Oberkirche, 1846

Oberkirchplatz mit sog. Steinbockbrunnen, St. Marienkirche, um 1998

Oberkirchplatz mit sog. Steinbockbrunnen,
St. Marienkirche, um 1998

Der Platz um die Marienkirche (St. Marien) wurde bereits früher mit dem Namen „Oberkirchplatz“ bezeichnet. Im Gegensatz St. Niklas, die Unterkirche. Die Bezeichnungen beziehen sich auf die Lage nach dem Verlauf des Oder-Flusses. Oberkirche heißt zudem soviel wie Hauptkirche. In Stadtplänen ab den 30er Jahren des vergangenen Jh. ist diese Bezeichnung nicht mehr anzutreffen. Mit Entstehung des „Marienecks“, also dem Bauensemble an der Marienkirche, der Großen Scharrnstraße und zum Marktplatz zu, bot sich eine historische Wiederbenennung des Platzes an.

Diesen Platz schmückt ein vom Architekten Bernoulli und dem Bildhauer Amberg geschaffener Brunnen, der sog. Steinbockbrunnen. Der vom Geheimen Kommerzienrat Steinbock und Gemahlin anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit gestiftete Brunnen wurde am 29.11.1912 feierlich übergeben. Ein Relief an der Rückseite des Säulenschaftes – ein Steinbock – weist auf den Stifter des Brunnens hin. Am 1. August 1984 wurde der neuerbaute Helm auf den nördlichen Turm der Marienkirche gehoben. Es handelt sich um eine Kopie des spätmittelalterlichen Originals. Der frühere war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.