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Martin - Opitz - Straße

1991

Neuberesinchen
15232

Maurice-Thorez-Straße, 1978

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Martin Opitz

Durch die Erweiterung des Straßennetzes im 3. Wohnkomplex Neuberesinchen erhielt die heutige Martin-Opitz-Straße 1978 den Namen des französischen Arbeiterführers Maurice Thorez. T. lebte von 1900 bis 1964; war 1920 Mitbegründer, 1930-1939 und erneut ab 1945 Generalsekretär der KP Frankreichs.

Opitz, Martin, auch Opitz von Boberfeld, Dichter, Literaturtheoretiker, geb. 23.12.1597 Bunzlau (Schlesien), gest. 20.08.1639 Danzig.
O. erlangte seine Bildung am Magdaleneum in Breslau und vor allem an einem sog. akademischen Gymnasium in Beuthen (Oder). 1618-19 studierte er an der Viadrina in Frankfurt (Oder). Während seines Studiums in Frankfurt (Oder) konvertierte er vom Luthertum zum Calvinismus und schrieb an seinem Buch „Von der deutschen Poeterey“, welches 1624 erschien und wegweisend für die Entwicklung der deutschen Literatur im 17. Jh. wurde. In Frankfurt (Oder) gab O. auch sein poetisches Erstlingswerk „Oden und Sonette“ heraus. Sein größtes und bleibendes Verdienst im Ringen um eine deutsche Nationalliteratur erwarb er sich als Inspirator, Theoretiker und Beispielgebender. Opitz schrieb den ersten deutschen Schäferroman. Mit seinen Übersetzungen der „Troerinnen“ (1625) von Seneca und der „Antigone“ (1636) von Sophokles leistete er die Vorarbeit für das künftige deutsche Kunstdrama. „Daphne“, eine freie Übertragung aus dem Italienischen, wurde das Libretto der ersten deutschen Oper. Seit 1619 wirkte O. als Hauslehrer in Heidelberg, wich 1620 vor dem Krieg nach Holland, 1621 nach Jütland, 1622 nach Siebenbürgen aus. 1623 wurde er Rat beim calvinistischen Herzog von Liegnitz und Brieg, 1626 Sekretär des Grafen Hannibal von Dohna. Kaiser Ferdinand II. adelte ihn 1628 als Opitz von Boberfeld. Ab 1634 lebte O. in Danzig und wirkte als königlich polnischer Rat und Hofhistoriograph, bis er am 20.08.1639 der Seuche erlag.