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Max - Hannemann - Straße

2000

Nuhnenvorstadt
15234

Goethestraße, 1946
Grenadierstraße, 1920

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Max Hannemann

Mit der Umbenennung des nördlichen Abschnittes der Goethestraße, nämlich von der Rathenaustraße bis zur Witzlebenstraße / Josef-Gesing-Straße, würdigt die Stadt Frankfurt (Oder) das Andenken Max Hannemanns. Dieser Teilabschnitt hebt sich deutlich, mit Öffnung der Witzlebenstraße und der neuen Anbindung der Josef-Gesing-Straße an dieser Stelle, von der übrigen Straßenführung der Goethestraße ab. Dem Charakter der umliegenden Straßenbezeichnungen, die einen Querschnitt unterschiedlicher Persönlichkeiten darstellen (u.a. Georg-Richter-Straße, Goethestraße, Josef-Gesing-Straße, Käthe-Kollwitz-Straße, Methnerstraße, Rathenaustraße, Witzlebenstraße), wird diese Benennung ebenfalls gerecht.

Hannemann, Max, Arbeiter, Widerstandskämpfer, geb. 07.06.1899 Frankfurt (Oder), gest. 06.02.1945 KZ Sachsenhausen.
H. wohnte in der damaligen Großen Scharrnstraße 28. In der Steingutfabrik Paetsch, Frankfurt (Oder), in der H. von 1921 bis 1930 arbeitete, war er Mitglied des Betriebsrates. Im Jahr 1931 wurde er Mitglied der KPD, leitete eine Widerstandsgruppe und kam ins Untersuchungsgefängnis Frankfurt (Oder), dort wo sich heute die Frankfurter Musikschule und die „Gedenk- und Dokumentationsstätte Opfer politischer Gewaltherrschaft“ befindet. Hier begann der Leidensweg von Max Hannemann. Wegen Vorbereitung zum Hochverrat wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Davon verbüßte er eineinhalb Jahre in Luckau und dreieinhalb Jahre im Aschendorfer Moor. Danach kam er 1940 ins KZ Sachsenhausen. Er verweigerte den Dienst in der Wehrmacht. Deshalb verblieb er im KZ Sachsenhausen. Wie er ums Leben kam ist nicht bekannt. Im Februar 1945 soll er zu dem Vernichtungslager nach Bergen-Belsen transportiert worden sein. Das letzte Lebenszeichen ist ein Brief an seine Angehörigen vom 28.01.1945.

Zum Gedenken an Max Hannemann wurde am 08.05.2006 gegenüber der Kleinen Oderstraße 7 ein Stolperstein verlegt.