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Nach der Eröffnung der Bahnstrecke Berlin – Frankfurt (Oder) entstand nördlich der Müllroser Straße (seit 1879
Große Müllroser Straße), in der Nähe des neu errichteten Bahnhofs, ein neues Stadtviertel. Mit der systematischen Bebauung des Stadtteils entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jh. Straßen, die vorwiegend nach Städten und Gemeinden benannt wurden, hier: Leipziger Straße.
Weitere Ausführungen dazu unter Leipziger Platz.
Diese Straße, dessen Schreibweise bei der Namengebung 1863 „Leipzigerstraße“ war, wurde nach 1945 in Wilhelm-Pieck-Straße umbenannt.
Pieck, Wilhelm, deutscher Politiker, geb. 1876, gest. 1960; seit 1895 in der SPD, seit 1918 in der KPD; emigrierte 1933 nach Frankreich und ging von dort aus in die UdSSR; wurde 1945 Vorsitzender der KPD, 1946 bis 1954 zusammen mit Otto Grotewohl
(Weinbergweg) Vorsitzender der SED, 1949 bis 1960 Präsident der DDR.
Heute ist diese Straße als Fortführung der Stadtkerntangente
Kieler Straße ab der Kreuzung
Karl-Liebknecht-Straße /
Rosa-Luxemburg-Straße bis zum Straßenkreuz
Müllroser Chaussee,
Kopernikusstraße,
Eisenhüttenstädter Chaussee im Stadtteil Süd nach der Großstadt im Bundesland Sachsen benannt. Namensbestimmend war der weitere Verlauf dieser in Frankfurt (Oder) beginnenden Fernstraße B 87. Sie führt über Müllrose, Beeskow, Torgau nach Leipzig und von dort weiter bis Ilmenau (Thüringen).
Mit dem gedrungenen Türmchenaufsatz auf dem Gebäude Nr. 152 – erstes Haus nach dem
Platz der Demokratie in Richtung
Südring – hat es folgende Bewandtnis: Als um 1897 am Neuen Friedhof, dem jetzigen Hauptfriedhof, damals noch zu Beresinchen zählende, mehrstöckige Wohnhäuser entstanden, musste zur Wasserversorgung auf dem höchstgelegenen Haus ein Hochdruckbehälter aufgesetzt werden.
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