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Karl - Marx - Straße |
1953 |
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Zentrum |
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Karl-Marx-Straße, 1981 |
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Der Name Richtgasse, Richtstraße hängt mit dem Gerichtswesen innerhalb der Stadt und dem Richtplatz auf dem Galgenberg nördlich der Stadtmauer in der Lebuser Vorstadt, der heutigen
Richtstraße sinngemäß zusammen. Denn in der Stadt wurde der Stab über die Delinquenten gebrochen, die dann öffentlich über die ehemalige Richtstraße nordwärts nach dem Lebuser Tor, eines der drei Stadttore, hinaus zum Richtplatz geführt wurden. Die ehemalige Richtstraße entspricht in etwa der alten Handelsstraße vor der Stadtgründung, deren Verlauf nach der Stadtgründung im Wesentlichen belassen wurde. Nach 1450 wurde sie vollkommen neu angelegt und sogar gepflastert. Zu Zeiten der Stadtmauer befand sich das Lebuser Tor in der heutigen Karl-Marx-Straße auf Höhe der
Lebuser Mauerstraße. Bei dem Karl-Marx-Denkmal war die Zugbrücke über den Wallgraben. Die Richtstraße war über Jahre hinweg die Straße der Ausspannungen und Gastwirtschaften. Nachdem in den letzten Kriegstagen 1945 das Zentrum in Schutt und Asche gefallen war, beschloss die Stadtverordnetenversammlung auf der 39. Sitzung 1956 den Aufbau dieser Straße, am 4. April 1956 erfolgte die Grundsteinlegung zu den ersten vier Wohnblocks. |