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Hermann - Boian - Straße

1948

Nuhnenvorstadt
15234

Ostmarkstraße, 1923

Torbogenhaus am Rundplatz - Ostseite Hermann-Boian-Straße, 70er Jahre

Hermann-Boian-Straße, 1993

Torbogenhaus am Rundplatz -
Ostseite Hermann-Boian-Straße, 70er Jahre

Hermann-Boian-Straße, 1993

Straße in der von Martin Kießling (Kießlingplatz) geschaffenen Wohnsiedlung Paulinenhof, siehe auch: Albert-Fellert-Straße, Albert-Lortzing-Straße, Franz-Liszt-Ring, Georg-Friedrich-Händel-Straße, Harfenweg, Joseph-Haydn-Straße und Peter-Tschaikowski-Ring. Die Straßen dieser Siedlung wurden ursprünglich nach Städten der Ostmark benannt. Diese sind sämtlich unter Paulinenhof aufgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte eine Umbenennung. Mehrheitlich erhielten sie Namen von Komponisten.

Boian, Hermann, Bibelforscher, Schiffer, geb. 23.10.1893 Polenzig, gest. 22.01.1940 KZ Sachsenhausen.
Eine schwere Verwundung im Ersten Weltkrieg ließ B. zum Kriegsgegner werden. Als solcher und als in Frankfurt (Oder) bekannter Bibelforscher gehörte er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 zu den ersten Verhafteten. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung wohnte er in der Großen Müllroser Straße 23d. Die Gedenktafel am Haus Hermann-Boian-Straße 11, die auf Vorschlag der VdN-Sozialkommission beim Rat der Stadt Frankfurt (Oder) angebracht und vom Frankfurter Steinbildhauermeister Grams ausgeführt wurde, trägt folgende Inschrift: „Hermann Boian, geb. 23.10.1893, am 22.1.1940 im KZ Sachsenhausen von der SS ermordet.“

Zum Gedenken an Herrmann Bojan wurde am 08.05.2006 gegenüber der Großen Müllroser Straße 54b ein Stolperstein verlegt.