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Große Scharrnstraße

1567

Zentrum
15230

Große Scharrnstraße, 1846 (Lebuser Mauerstraße bis Logenstraße)
Grosse Scharrnstrasse, 1809 
Scharren Straße, 1706

Scharn Gasse, 1683 (Lebuser Mauerstraße bis Schmalzgasse)
Scherngasse, 1594
Scherrnn Gasse, 1567

Am Saltz-Marckte, 1683 (Schmalzgasse bis Bischofstraße)
Kegen dem Saltzmarcktt, 1594
Am Salzmarck, 1567

Hinter St. Marien, 1683 (Bischofstraße bis Regierungsstraße)
Hinter St. Marien, 1594 
Hinnder marien, 1567

Große Scharrnstraße mit Friedenskirche, vor 1939

Große Scharrnstraße
mit Friedenskirche,
vor 1939

Die „Scharren“ (Verkaufsstände und überdachte Fleischbänke), in denen der Straßenname seinen Ursprung hat, befanden sich vor allem an der Westseite des Rathauses und an der Ecke der späteren Spornmachergasse. Es ist verbrieft, dass bereits 1308 der Rat den Fleischhauern die überdachten Fleischbänke für ein Pfund (500 g) Märkische Groschen verpachtete. Die Große Scharrnstraße ist eine der ältesten Straßen in Frankfurt (Oder), sie verlief von der Grapengießergasse (heutige Regierungsstraße) bis zur Collegienstraße / Lebuser Mauerstraße
Die Scharrnstraße war auch eine der bedeutendsten Straßen im alten Frankfurter Stadtkern. Bereits zur Zeit der Stadtgründung verband sie die beiden Siedlungskerne um Rathaus und Stadtkirche (sog. Oberkirche bzw. Marienkirche) mit dem Nicolaiviertel im Bereich der heutigen Konzerthalle. In der Scharrnstraße befanden sich zahlreiche Messehäuser mit prächtigen Renaissancegiebeln, sehenswerten Innenräumen und glasbedeckten Höfen, in denen bei den Messen großer Andrang herrschte. In insgesamt 300 Häusern und an über 2000 Verkaufsständen wurde reger Handel betrieben. Diese Straße war nach dem Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, 1958 begann der Wiederaufbau.