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Goethestraße

1946

Nuhnenvorstadt
15234

Grenadierstraße, 1919

Die Entstehung dieser Straße fällt in die Zeit um 1900. Damals bestanden bereits die benachbarte Grenadierkaserne (1878/81) und das nördlich anschließende Proviantamt (1879/82). Die Straße entlang des östlichen Kasernenblocks (heute Witzlebenstraße) diente ausschließlich dem Militär und war damals einzige Zufahrt zum Proviantamt. Die Straße endete zunächst an dem Straßendurchstich zwischen der Kaserne und dem Proviantamt (heute Josef-Gesing-Straße). Die Bebauung der Goethestraße erfolgte fast ausschließlich in den 20er Jahren des vorigen Jh. Zu dieser Zeit trug sie den Namen „Grenadierstraße“, nach dem ehemaligen Grenadier-Regiment Nr. 12. Die Anbindung an die Rathenaustraße dürfte um 1936 geschehen sein, als die Wehrmacht die Straße zwischen der Kaserne und dem Proviantamt für den öffentlichen Verkehr schloss.

Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter, Staatsmann, Naturforscher, geb. 28.08.1749 Frankfurt (Main), gest. 22.03.1832 Weimar. 
G. wurde 1772 in Wetzlar Doktor der Rechte. Seit 1775 lebte G. in Weimar. Ab 1776 war er im
Staatsdienst: Geheimer Legationsrat, Staatsrat, Minister, Kriegs-Kommissär, Direktor des Wegebaus und Geheimer Rat; 1782 geadelt. Größter deutscher Dichter; hatte Einfluss auf die europäische Literatur und Geistesgeschichte der Neuzeit. G. gab dem Drama des Sturm und Drang neue Ausdruckstiefen. Neben der Dichtung und den autobiographischen Schriften naturwissenschaftliche Beschäftigung: Anatomie (1784 – Entdeckung des Zwischenkieferknochens), Zoologie, Botanik, Optik, Mineralogie und Farbenlehre. Werke u.a. „Götz von Berlichingen (1773), „Die Leiden des jungen Werther“ (1774), „Egmont“ (1788), „Römische Elegien“ (1795), „Faust“ (1808, 1833).