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Im 3. Wohnkomplex Neuberesinchen erhielt 1978 eine neu entstandene Straße den Namen des vietnamesischen Staatsmanns Ho Chi Minh. Er lebte von 1890 bis 1969; war 1930 Mitbegründer der KP Indochinas; 1945 Präsident der Demokratischen Republik Vietnam; ab 1951 Vorsitzender (1956/60 auch Generalsekretär) der Partei der Werktätigen Vietnams.
Benn, Gottfried, Mediziner, Lyriker, Schriftsteller, geb. 02.05.1886 Mansfeld (Kreis Westprignitz), gest. 07.07.1956 Berlin.
Der Sohn eines protestantischen Pfarrers und einer Schweizerin verbrachte seine Kindheit und Jugend in Stellin/Neumark (heute Polen). 1896 bis 1903 besuchte er das humanistische Friedrichs-Gymnasium in Frankfurt (Oder), wo er auch das Abitur ablegte. B. studierte Philologie und Theologie in Marburg. An der Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärische Bildungswesen in Berlin promovierte er anschließend zum Doktor der Medizin. Als Militärarzt nahm er an beiden Weltkriegen teil. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ sich B. 1918 als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Berlin nieder. 1932 wurde er in die Preußische Dichterakademie gewählt. In seinen Büchern „Der neue Staat und die Intellektuellen“ (1933) und „Kunst und Macht“ (1934) bekannte er sich zum Nationalsozialismus. Bereits 1934 erkannte er seinen Irrtum und distanzierte sich. Seine Werke wurden 1936 verboten. B. wurde erneut Militärarzt und schwieg. Bis 1948 veröffentlichte er nichts mehr; danach brach eine neue fruchtbare Schaffensperiode an. B. wurde zum vielgerühmten, bewunderten, gefeierten und oft zitierten Dichter, seine frühen Werke wurden neu herausgebracht, in rascher Folge erschienen neue bedeutende Arbeiten. Seine Arzt-Praxis in Berlin hielt der prominente Autor dennoch bis kurz vor seinem Tod aufrecht. B. war ein Mitbegründer der expressionistischen Literatur und einer der maßgeblichsten deutschen Lyriker bis zur Mitte des vorigen Jh. 1951 erhielt er als erster den Georg-Büchner-Preis. Seine letzte Ruhestätte ist auf dem Berliner Waldfriedhof.
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