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Faberstraße

1948

Zentrum
15230

Kasernenstraße, 1846
Diener Gasse, 1809
Bind Gaße, 1683
Bindtgaß, 1594

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Emil Faber

Diese Straße im Zentrum ist Verbindungsstraße zwischen der nördlich gelegenen Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße und der südlichen Bischofstraße. Stadtbauinspektor Martin Friedrich Knoblauch errichtete die ehemalige Garnisonsschule in Kleists Geburtsjahr 1777; 1778 konnte sie eröffnet werden. Prinz Leopold von Braunschweig (1752-85), Neffe Friedrichs des Großen, Regimentskommandeur in Frankfurt (Oder) und aktives Mitglied der Freimaurerloge „Zum aufrichtigen Herzen“ (Logenstraße) stiftete die „Leopoldschule“ für Soldatenkinder der Garnison aus eigenen Mitteln. Seit 1969 ist hier die Kleist-Gedenk-und-Forschungsstätte, das Kleistmuseum (Kleiststraße), beheimatet. 

Faber, Emil, Politiker, geb. 27.06.1861 Küstrin, gest. 1930 Frankfurt (Oder).
1882 kam F. als junger Schuhmacher von Küstrin nach Frankfurt (Oder) und wurde einer der maßgeblichen Führer der Sozialdemokratie. 1886 gründete er eine mechanische Schuhfabrik. Am 01.04.1890 wurde auf Initiative von Faber, nach Aufhebung des Sozialistengesetzes, die erste sozialdemokratische Tageszeitung der Mark Brandenburg, die „Märkische Volksstimme“, gegründet. 1908 zog er als einer der ersten Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung ein. Bei der Ersatzwahl für ein Abgeordnetenmandat im Reichstag kam es am 15. September 1910 zu einer Stichwahl zwischen dem nationalliberalen Kandidaten, Archivdirektor Geheimrat Dr. Winter aus Magdeburg und dem Sozialdemokraten, Schuhmachermeister Faber aus Frankfurt (Oder), der am 26. September zum Reichstagsabgeordneten gewählt wurde. F. war 1918 Zweiter Vorsitzender des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrates. 1919 erhielt er als Spitzenkandidat der SPD im Wahlkreis Frankfurt das Mandat für den preußischen Landtag, dem er bis 1930 angehörte.