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Im Zuge der Bodenreform 1946 wurden in Hohenwalde 124 ha des Gutsbesitzers Bredow enteignet und aufgeteilt. Sieben Familien erhielten am jetzigen Ernst-Senckel-Weg Grund und Boden. Sie erbauten ihre Häuser, von denen heute noch vier im Originalzustand stehen. Die neu entstandene Straße erhielt den Namen Siedlerweg. Wegen Doppelnennung – in Frankfurt (Oder)-Süd gibt es bereits seit 1922 einen
Siedlerweg – wurde diese Straße nach dem wohl bekanntesten Pfarrer des kleinen Dorfes Hohenwalde, Ernst Senckel, umbenannt.
Senckel, Ernst Friedrich Gottlieb, Pfarrer, geb. 07.03.1836 Mertensdorf bei Pritzwalk, gest. 29.10.1912 Hohenwalde.
Studium an den Universitäten Halle, Tübingen und Berlin. Nach der Ordination (1864) zuerst Pfarrer in Deutsch Lieskau, Kreis Doberlug-Sonnenwalde. Nach kurzer Zeit als Feldgeistlicher (1866) und im Dienst im „Rauhen Haus“ Wicherns trat er 1867 seinen Dienst in der Parochie Hohenwalde/Markendorf an. Ein Jahr später ließ er die Markendorfer Kirche restaurieren, ein weiteres Jahr später die Hohenwalder Kirche. Neben der Sonntagsschule, einem christlichen Leseverein, einer Volksbibliothek an der Schule, führte er das Schulsparen ein. Schließlich wurde er der „Vater der Schulsparkassen“ in Deutschland sowie Geschäftsführer des 1880 von ihm gegründeten „Vereins für Jugendsparkassen in Deutschland“. Nebenbei schrieb und komponierte er noch Kirchenlieder. Bis zu seinem Tode war S. auch Ortschronist. Für seine Verdienste zeichnete ihn der König am 06.08.1906 – sechs Jahre vor seinem Tode – mit dem Roten Adler-Orden IV. Klasse aus. Sein Grab befindet sich auf dem Hohenwalder Friedhof.
Das Straßenschild trägt den Zusatz: 7.3.1836 – 29.10.1912, Pfarrer und „Vater der Schulsparkassen“ in Deutschland.
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