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Dörmerstraße

1993

Nuhnenvorstadt
15234

Industriestraße 2, 1975

Die im Industriekomplex West Mitte der 70er-Jahre des vergangenen Jh. entstandenen drei Straßen, die von der Schubertstraße in Richtung Nordost bzw. in Richtung Süd abzweigen, erhielten jeweils die Bezeichnung Industriestraße 1, 2, 3. 
Die Dörmerstraße ist eine von drei Straßen (Grubenstraße, Knappenweg), die an den bis zum Ersten Weltkrieg in dieser Gegend betriebenen Braunkohlebergbau erinnern. Die Dörmerstraße weist auf einen Steiger hin, der nach dem Siebenjährigen Krieg im Auftrag Friedrichs des Großen die Hügel zwischen Frankfurt und Lebus bereiste. Er hatte den Auftrag, die Qualität der dort gefundenen Kohle zu begutachten. Am 17. Mai 1756 verfügte Friedrich II. an die Kurmärkische Kammer in Berlin: „Es hat der Bergsteiger Dörmer die Berge zwischen Frankfurth und Lebus bereisen müssen und in seinem deshalb abgestatteten Bericht gemeldet, dass in denen Bergen unweit Frankfurth nach Booßen und Lebus zu von ihm braune Kohlen angetroffen worden, welche als eine Art von Steinkohlen zur Feuerung zu gebrauchen sein möchten.“