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Der Mitbegründerin und Führerin der nationalen und internationalen sozialistischen Frauenbewegung wurde 1978 in Neuberesinchen im 2. Wohnkomplex der Clara-Zetkin-Ring gewidmet.
Zetkin, Clara (Josephine), Politikerin, geb. 05.07.1857 Wiederau (Sachsen), gest. 20.06.1933 Archangelskoje b. Moskau.
Die Tochter eines evangelischen Dorfschullehrers und Kantors studierte 1873-78 am Lehrerseminar in Leipzig und war anschließend als Erzieherin in Österreich und in der Schweiz tätig. In dieser Zeit schloss sie sich der Sozialdemokratie an. 1882 folgte sie dem russischen Marxisten Ossip Z., den sie schon in Leipzig kennen lernte, nach Paris und heiratete ihn. Beim Studium an der Sorbonne lernte sie Karl Marx´s Tochter Laura und deren Mann, den Marxisten Paul Lafarque, kennen. Auf dem Gründungskongress der 2. Internationale 1889 in Paris sprach sie über die proletarische Frauenbewegung und veröffentlichte die Broschüre „Die Arbeiterinnen- und Frauenfragen der Gegenwart“. Z. kehrte 1891 verwitwet nach Deutschland zurück und nahm seit dem an allen Parteitagen der SPD wie an allen Kongressen der 2. Internationale vor 1914 teil. Sie organisierte die sozialdemokratische Frauenbewegung und wurde Herausgeberin der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Arbeiterinnen“ (seit 1892 „Die Gleichheit“). 1907 wurde sie internationale Frauensekretärin und spielte eine maßgebliche Rolle bei der Organisation der 1915 in Bern stattgefundenen internationalen sozialistischen Frauenkonferenz gegen den Krieg. Clara Zetkin zählt zu den Mitbegründern des Spartakusbundes
(Spartakusring) und der USPD, die sie im Landtag von Württemberg vertrat. Seit 1919 Mitglied der KPD, gehörte sie 1919-24 und 1927-29 der Zentrale, später dem Zentralkomitee der Partei an, 1921-33 auch dem Exekutivkomitee der Komintern. Seit 1925 war Z. Vorsitzende der Roten Hilfe Deutschlands. Am 30.08.1932 eröffnete sie, bereits schwerkrank, als Alterspräsidentin, den
neu gewählten deutschen Reichstag, in dem die Nationalsozialisten die stärkste Fraktion bildeten, und rief zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf. Bei der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus hielt sich Z. in Moskau auf, wo sie am 20.06.1933 starb.
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