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In der
Form eines gotischen Patrizierhauses im Mittelalter errichtet. |
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1557 |
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im Besitz der Familie Affe als
Grundstück "uff den Ecken" in der Giebelgasse erstmals erwähnt,
nachfolgender Besitzer ist der Bürgermeister Albrecht Wins,
Verkauf des Hauses an den Kurfürsten Johann Georg. |
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1574 |
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Übergabe an den
Generalsuperintendenten und Viadrinaprofessor der Theologie,
Andreas Musculus (bereits in der Schenkungsurkunde trägt das
Haus den Namen "Haus der jungen Herren"). |
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1581 |
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besitzt der bekannte
Festungsbaumeister Graf Rochus von Lynar das Haus und erwirbt
das westlich gelegene Nebengebäude. |
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1596 |
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kauft Joachim von Schrapsdorf das
Anwesen. |
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1598 |
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ist Kurfürst Joachim Friedrich
Besitzer des Hauses, und es wird als Wohnsitz für die an der
hiesigen Universität studierenden Prinzen aus kurfürstlichem
Hause sowie Verwandte und Angehörige befreundeter Fürstenhäuser
genutzt (allmählich werden die Bezeichnungen Junge Herren-Haus bzw.
Junkerhaus sowie Junkergasse / Junkerstraße geläufig). |
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1615 |
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schenkt Kurfürst Johann Sigismund das Haus der Universität (das Wohnrecht für
Angehörige des brandenburgischen Herrscherhauses und freie Logis
für den jeweiligen Professor für Geschichte werden als
Bedingung gestellt).
"Einer der Professoren, vorzüglich der Professor der
Geschichte, sollte in dem Hause freie Wohnung haben, in den
übrigen Zimmern aber die Zusammenkünfte der Professoren (Concilia)
gehalten werden. Wofern junge Markgrafen auf hiesiger
Universität studieren würden, so müsse ihnen das ganze Haus
während ihres hiesigen Aufenthaltes eingeräumt werden." |
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1621 |
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die Universität lässt das Gebäude innen und außen renovieren. |
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starke Beschädigungen im Dreißigjährigen Krieg. |
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1649 |
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galt das Haus aufgrund ausbleibender Reparaturarbeiten als
"total ruin". |
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1660 |
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Einsturz des oderseitigen Giebels.
"Da dieses Haus nun schon vor etzlichen Jahren gar wüste
worden, dass nur die bloßen Mauern von denselben stehen, ist
dasselbe zur allgemeinen Kloake gemacht worden, dass sowohl die
einheimischen Bürger, als auch die einlogierte Garnison sich des
Abtritts darin gebrauche...
Aller Unflat und Schutt, welcher aus den Ställen und Häusern aus
der Stadt wird heraufgetragen, sowohl bei Tag als des Nachts und
ist dasselbe so verschüttet, dass viele Tausend Fuder darauf
liegen," (Auszug aus einem Schreiben von Dr. Lindholz,
Syndikus der Universität, an den Kurfürsten vom 13. September
1670). |
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ab 1670 |
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bauliche Sicherung des Gebäudes auf Veranlassung des Kurfürsten
durch den Festungsbaumeister Philippo di Chieze und den
Proviantverwalter Dammerow. |
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ab 1678 |
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weitere Baumaßnahmen unter Leitung von Baumeister Cornelis Ryckwaert. |
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1681 |
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erneuter Einsturz des Ostgiebels. |
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1682 |
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Beginn der Ausstattung der Innenräume mit
prachtvollen Stuckdecken,
die von oberitalienischen Stukkateuren (Tornielli, Simonetti, Belloni)
ausgeführt wurden. |
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1693 |
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führt nach dem Tod Ryckwaerts Louis Cayardt "die Arbeiten am
Schlossbau zu Frankfurt a. d. O." weiter, der neue Baumeister
nennt es "Maison Electorale" (Kurfürstliches Haus).
Das Gebäude hat durch den turmartigen
Anbau und einen schmalen verbindenden Bauteil sowie durch seine
schlichten Fassadenproportionen das heute wieder hergestellte
barocke Aussehen erhalten. |
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1706 |
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weilten der preußische König Friedrich I. und der Kronprinz
Friedrich Wilhelm anlässlich der
200-Jahrfeier der AIma mater Viadrina im zu diesem Zeitpunkt "Königlich"
genannten Haus. |
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1713 |
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beschwert sich Professor von Runckel beim König über den
Leerstand des Herrenhauses und die missbräuchliche Nutzung von
Teilen des Erdgeschosses als Stall und für Lagerzwecke.
Gleichzeitig bitte er um Gewährung seiner ehemaligen Wohnrechte
im Junkerhaus, in dem er bereits von 1685 bis 1706 wohnte.
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1748 |
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logiert Feldmarschall von Schwerin im Junkerhaus.
Friedrich II. schenkt der Stadt Frankfurt das Anwesen mit der
Auflage, im Erdgeschoss die "königlichen Kassen"
aufzunehmen und das Hauptgeschoss als Wohnung für den "Commissarius
loci" auszubauen. |
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1769/70 |
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Rücknahme der Schenkung. |
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1770 |
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Einrichtung des General-Akzise-Amtes
mit dazugehöriger Warenniederlage im "Packhof" (ab 1818
Hauptzoll- und Steueramt erster Ordnung). |
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1798/1800 |
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bauliche Veränderungen
unter
Leitung des Landesbaumeisters Berger, denen vermutlich ein Teil
der Stuckdecken zum Opfer fielen. |
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1832 |
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Hinweis von Karl-Friedrich Schinkel
auf die mangelhafte Verankerung des Gebäudes.
"Ein daran stoßender alter Pavillon, ebenfalls von drei
Geschossen wie der Hauptbau, welcher der Anlage von der
Wasserseite ein bedeutendes Ansehen gibt und räumliche Zimmer
mit schönen Aussichten enthält, wird durch Verankerung der Wand
gesichert werden müssen, indem diese sich ausbaucht und Risse
erzeugt."
Die geforderten Sanierungsmaßnahmen von Schinkel erfolgten
in umfassendem Maße erst nach 1990. |
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1912 |
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erhält die Garnisonverwaltung und lntendantur der 5. Division
ihren Sitz im Junkerhaus. |
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1920 |
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bezieht eine Zweigstelle des Reichsvermögensamtes, 1927 der Reichsfinanzverwaltung,
1934 des Heeresbauverwaltungsamtes und des Reichsbauamtes Räume.
Neben der dienstlichen Nutzung des Junkerhauses sowie den
dazugehörigen Gebäuden werden die Räumlichkeiten für Wohnungen
der Beamten verwendet. |
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nach 1945 |
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Nutzung des Gebäudes als Seuchenlazarett des städtischen
Krankenhauses, als Wachstube der
Grenztruppen.
Verschiedene Einrichtungen (Wasserwirtschaft, staatliche
Versicherung, Staatsbank, Konsumverwaltung) hatten ihren Sitz im
Junkerhaus |
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1957 |
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bezog das Museum VIADRINA
die ersten Räume, 1959
wird die erste Ausstellung im Hauptgebäude eröffnet. |
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1986 |
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Schließung der Ausstellungsräume wegen erheblicher Einsturzgefahr. |
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ab 1987 |
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Sanierungsarbeiten, die sich am baulichen Zustand des
Gebäudekomplexes um 1700 orientierten. |
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1990 |
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übergab die Verwaltung des Konsums die letzten Räume dem Museum. |
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2001 |
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teilweise Eröffnung des Junkerhauses mit der Ausstellung "Die
Viadrina - eine preußische Universität im 18. Jahrhundert". |
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2003 |
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Abschluss der
Sanierungsarbeiten
(Restleistungen im Keller- und
Hofbereich stehen noch aus). |