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Konzertankündigung
Erstes Abonnementkonzert von G. Piefke am 31.Mai 1844
im Garten des Grattenauerschen Mineralbades
Der Frankfurter Militärmusiker J.G. Piefke (1815-1884)
Seit Frankfurt (Oder) Mitte des
17. Jh. Garnisonsstadt wurde, gab es hier Militärmusik. Eine wesentliche
Rolle im städtischen Musikleben des 19. Jh. spielte dabei der
Militärmusiker Johann Gottfried Piefke, der 1835 in das 1.
Brandenburgische Leibgrenadierregiment König Friedrich Wilhelm III., Nr. 8
in Frankfurt a. d. Oder eingetreten war.
1865 zum Direktor der gesamten Musikchöre des III. Armeekorps avanciert,
erlangte die Frankfurter Militärkapelle unter seiner Leitung überregionale
Berühmtheit.
Gottfried Piefke komponierte über 60 Märsche. Zu den bekanntesten gehört
„Preußens Gloria“.
Große Verdienste erwarb sich Johann Gottfried Piefke auch um die
musikalische Volksbildung. Wesentlich sind dabei seine von namhaften
Zeitgenossen anerkannten Bearbeitungen für Blasorchester von Opern, von
sinfonischen und konzertanten Werken solcher Komponisten wie L. van
Beethoven, W. Gluck, J. Haydn, W. A. Mozart, H. Berlioz oder R. Wagner,
die er in den beliebten Frankfurter Veranstaltungsstätten Schützengarten,
Viktoriagarten, Gesellschaftshaus oder Carthausbad zur Aufführung brachte.
Die Militärmusik wurde in dieser Zeit prägend für das Kulturangebot der
Stadt. Musiker des 12. Grenadierregiments übernahmen z.B. ab 1892 die
Orchesterbegleitung der Singakademie oder musizierten mit bekannten
Künstlern wie den spanischen Geiger und Komponisten Paplo de Sarasate
(1844-1908), der ab 1879 sechs Gastspiele in Frankfurt (Oder) gab.
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